Nr. 5 hat auch eine Macke

Nachdem ich mein aktuelles Smartphone, Nr. 5, bereits mehrfach gebührend gelobt habe (vgl. Nr. 5 ist da!, Nr. 5 gewöhnt sich ein! und Abermals Smartphone) und erst einen Tadel aussprechen musste (vgl. Jetzt schlägt’s 25, Nr. 5!), sehe ich mich zu einem erneuten Rüffel gezwungen: Und zwar hat das Gerät eine schwachsinnige Macke, über die ich nicht anders denken kann als: »Wer denkt sich denn sowas aus?!?! Das ist doch genau andersrum, als eins’s bräuchte!!«

Es geht um die Vibrationsfunktion. Ist das Gerät im Signaltonmodus, vibriert es bei eingehenden Anrufen oder Nachrichten ordentlich, so dass ich es in körpernahen Taschen auch spüren kann. Die Vibration ist dabei dem Anruf- bzw. Nachrichtenton angepasst, beim Bimm-Bamm von Nachrichten etwa vibriert es entsprechend zweimal. Ist das Gerät allerdings auf Vibration geschaltet, vibriert es bei Anrufen merklich schwächer als im Signaltonmodus und bei Nachrichten, das regt mich wirklich auf, macht es nur ein einziges mal kaum spürbar [br]. Dabei müsste es doch gerade im Vibrationsmodus vibrieren, so dass ich es auch merke. Und warum vibriert es nicht einfach so wie im Signaltonmodus analog zu den Signaltönen? Wer denkt sich denn sowas aus?!?! Das ist doch genau andersrum, als eins’s bräuchte!!

Was mir übrigens im Studium immer auf die Nerven ging, war, wenn in der Universitätsbibliothek Leute ihre Smartphones zwar stumm, aber bloß auf Vibration geschaltet haben, und alle Umsitzenden, ach was: der ganze Saal jede einzelne eindonnernde Nachricht mitbekam und dann schreiben heutzutage ja alle ohne Absatz mit Enter = Senden und statt dass sie mehrsätzige Nachrichten mit Punkten und Kommas schreiben hauen sie nach jeweils drei bis vier Wörtern auf Enter = Senden und die Empfänger*innensmartphones stehen nicht mehr still aber halt ich werde kulturkonservativ, also Stopp.

Was ich übrigens extrem albern finde und mir eingefallen ist, als ich oben »Rüffel« geschrieben hatte: Am ersten Tag meiner Berufsausbildung, ich war ein Bub von 16 Jahren, kam der Firmenchef und Chefausbilder, nachdem er mich kurz hatte warten lassen, zu mir, um mich irgendwo einzuweisen, und entschuldigte sich fürs Warten lassen damit: »Ich habe dem Herrn U. noch einen Rüffel erteilen müssen.« Mit Verlaub, aber als Niederbairisch sprechender Handwerksmeister im ländlichen Niederbayern spricht man nicht so.

Warum heißt es (11)

Warum heißen sie noch CDU/CSU/AfD/FDP und nicht Die Misogrünen

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Warum heißt es DDR-Haarmodenmix und nicht Ostfriesenmischung

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Warum heißt es Epistemologie von Saurons Soldaten und nicht Orkenntnistheorie

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Warum heißt es Alpenrock und nicht Brez’n’Roll
(Schade, dass Alpenrock eher Österreich- und Brezeln eher Bayern-assoziiert sind, weswegen dieser Witz letztlich nicht so richtig funktioniert.)

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Warum heißt es Bierzelt-Demagogen und nicht Prostfaschisten

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OFFENLEGUNG! SCHONUNGSLOS-ARTIKEL AUF LUSTIG-BLOG

Word​press erstellt mir eine indivuelle Jahresübersicht: »Lass ein erfolgreiches Blogging-Jahr noch einmal Revue passieren – mit den wichtigsten Statistiken zu Besucherzahlen, Interaktion und Community-Wachstum.« Okay, here we go:

Seitenaufrufe: 2088. »Eine beeindruckende Anzahl von Lesern hat sich mit deinen Inhalten beschäftigt – ein Beleg für die Attraktivität und Reichweite deiner Website.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt 2206 Aufrufe an.

Beiträge: 123. »You have added to your body of work and shared your thoughts with the world.« Joa, wenn Word​press das schreibt, wird das schon so sein.

Likes: 32. Kommentare: 8. »Deine Texte haben bei deinen Lesern Anklang gefunden, und sie haben ihre Wertschätzung gezeigt.« Corrigenda: Die Statistik im Backend zeigt 37 Gefällt-Mirs und 12 Kommentare.

Bester Tag: 11. Oktober 2023. »Mit 1 % aller Besuche des Jahres war 11. Oktober 2023 dein strahlendster Tag im digitalen Rampenlicht.« Joa, wenn Word​press das schreibt, wird das schon so sein.

Top-Länder: Deutschland, Vereinigte Staaten & Schweiz. »Deine Website erfreut sich über Kontinente hinweg bei einem internationalen Publikum großer Beliebtheit.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt als Bronze-Land Österreich mit einem Aufruf mehr als die Schweiz.

Traffic-Quellen: WordPress.com Reader. »WordPress.com Reader hat maßgeblich zum Traffic deines Blogs beigetragen – nicht zuletzt aufgrund unserer gezielten SEO- und Marketingmaßnahmen.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt Suchmaschinen auf Platz 1 mit mehr als zehn mal so vielen Aufrufen als der WordPress.com-Reader.

Verfügbarkeit: 99,999%. »Beinahe perfekt! Wir haben deine Website in diesem Jahr 525.595 von 525.600 Minuten live und verfügbar gehalten.« Joa, wenn Word​press das schreibt, wird das schon so sein.

Solltet ihr euch nach all diesen Winzig-Zahlen jetzt denken: »Poah, ist das ein mies besuchter Blog. Da les’ ich nicht mehr mit«, lasst euch gesagt sein: Der 2014 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Gedichtband wurde weniger als 400 Mal verkauft.

»Wachse weiter mit WordPress.com. Ein neues Jahr voller neuer Möglichkeiten erwartet dich.« Joa, wenn Word​press das schreibt, wird das schon so sein. Okay, here we go!

P.S.: Das sagt Word​press’ eigener AI-Assistent zu diesem schonungslosen Entlarv-Artikel:

Kurz notiert (140)

Auf jedem Rucksack der Marke KAPTEN & SON will ich Tremas ergänzen: KÄPTEN & – wenn ich schon dabei bin: SÖN

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TIL: Die Abkürzung der Stylesheet-Sprache CSS steht für cook salt solution, Kochsalzlösung. Aber solche Kruditäten sind in Computerprogrammierkreisen ja nix Neues.

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Warum heißen Auszubildende umgangssprachlich auch Stift? Weil John Wick in jeder Situation mit einer*einem von ihnen drei Gegner ausschalten kann

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Der Name SARS rührt übrigens vom Ort seines ersten Auftretens her: Sarstedt

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Woah, crass: Aufschnitt heißt auf Englisch upper cut, Käseaufschnitt bspw. cheese upper cut und Wurstaufschnitt gar worst upper cut

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Traumbefehl

Heute Nacht träumte mir, ich postete gegen 7:35 Uhr bei Facebook: »Na, habt ihr heute schon eure Dues gepayed?«, wie in Anastacias ›Paid My Dues‹ (2001) oder Kool Savas’ ›Optik Anthem‹ (2002). Keine Ahnung, warum ich von über 20 Jahre alten Songfragmenten träume. Ganz besonders ungern ergänze ich, dass ich im Traumtexteingabefeld extra von »gepaid« zu »gepayed» korrigierte, um, auch wenn beides Quatsch ist, irgendwelchen Orthografiewächtern auf die Nerven zu gehen. Doch weil mein Traum-Ich das wollte, postete ich es, obwohl ich auf Social Media sonst nix mehr mache, im RL bei Facebook:

Na, habt ihr heute schon eure Dues gepayed?

Nachhaltige Kamille

Ein Freund aus der Jugend erzählte mal, er habe auf einer Baustelle von einer herumliegenden Silikonspritze probiert. Es habe nicht nur fürchterlich geschmeckt, sondern dieser Geschmack für einige Zeit seinen Mund nicht verlassen. Der Freund hatte eine nachhaltige Ekelerfahrung.

Und dann sehe ich im Teefach, dass die Marke Cupper allen Ernstes folgende Geschmacksrichtung anbietet:

Nein, danke! Wenn ich Kamillentee trinke, braucht der Kamillengeschmack keineswegs nachhaltig zu sein, sondern darf sich gerne alsbald wieder verziehen. Und beim Untertitel »Medley aus Kamilleblüten« kommt mir sogar – entschuldigt die harsche Ausdrucksweise: das Kotzen. Einerseits freilich, weil er gar so dumm ist. Andererseits aber, weil ich beim Wort Medley sofort an die scheußliche Band Simply Red mit ihren scheußesscheußlichen Medleys, die ich beim familialen Kucken von Wetten, dass..? bei mindestens jeder zweiten Folge über mich ergehen lassen musste, denken muss. Und wetten, dass die korrekte Schreibung Wetten, dass …? wäre?