Bitte verlangen Sie

*platzt äußerst unwirsch zur Verlagstür herein*  ICH VERLANGE – AUF DER STELLE!! – DEN VERLAGSALMANACH ›ZWIEBEL‹!!!

Erich Fried: Die Freiheit den Mund aufzumachen. Achtundvierzig Gedichte, Berlin: Wagenbach 1981, S. 6.

PS: Für mich klingt das wie ein geheimer Einlasscode eines clandestin operierenden Hinterhofsexclubs.

PPS: Von einem Leser weiß ich, dass er eine Zwiebelphobie hat. Ob er wohl nach diesem Verlagsalmanach verlangen würde?

What’s the most useless thing your brain decided to permanently memorize?

Screenshot einer Frage im Subreddit r/AskReddit auf Reddit: »What’s the most useless thing your brain decided to permanently memorize?«
Link zum Beitrag

A–Bri
Bro–Eis
Eis–Gef
Gef–Ing
Ing–Köt
Kra–Mö
Mö–Pol
Pol-Sar
Sar–Tar
Tat–Zyp

… die Buchstabenbereiche der Bände einer zehnbändigen Enzyklopädie im Wohnzimmerregal meiner Eltern kann ich seit 30 Jahren auswendig. Wenngleich eher so sprechgesungen:

🎶A🎶 Bri 🎶 Bro 🎶 Eis Eis 🎶 Gef Gef 🎶 Ing Ing 🎶 Köt 🎶 Kra 🎶 Mö Mö 🎶 Pol Pol 🎶 Sar Sar 🎶 Tar Tat 🎶 Zyp 🎶

Sturmreif

Heute Jahre alt war ich, als mir Folgendes auffiel: »sturm-« in der Redwendung »sturmreif geschossen« meint ja gar nicht den Sturm im Sinne von ›starker Wind, der oft schwere Schäden verursacht‹, sondern ›militärischer Angriff oder Versuch einer Gruppe von Personen, in ein Gebäude einzudringen und dort die Kontrolle zu übernehmen oder Zerstörungen anzurichten‹ wie etwa beim Sturm auf die Bastille. Menschenskinder! Gestern wurde ich noch gelobt dafür, dass ich doch so gescheit sei. Wie konnte ich all die Jahre überleben, wenn ich mir die Redewendung zurechterklärte mit ›etwas so ramponieren, dass der nächste Sturm es mühelos abräumt‹. Mein Kopf, er ist sturmreif.

A-e-rodynamic

In der Kinderwissenssendung was gehört, was ich total vergessen hatte: Es gab ja mal tollkühne Piloten, die mit Raketenautos auf ausgetrockneten Salzseen 1000 km/h und mehr gefahren sind. So ein Schmarrn! Wobei: Für die Aerodynamologie kam bestimmt was rum dabei.

Apropos Aerodynamik: Der Böse bei »Das fliegende Auge« entgegnete auf das Ansinnen des Guten, mit einem Helikopter einen Looping fliegen zu wollen: »Das ist aerodynamisch nicht möglich«, wobei er es »a-e-rodynamisch« aussprach. Wahrscheinlich hatte er einen Landwirtsvaterkomplex und wollte mit Ähren überhaupt nix mehr zu tun haben.

Salon-X-Factor – Das Unfassbare

Herzlich willkommen zu bei Salon-X-Factor – Das Unfassbare.

»Was wünschen Fledermäuse einander zum Schlafengehen? – – – Guten Tag!« Dieser Spitzenwitz fällt mir neulich auf einem Geburtstag mit Familie und Verwandten aus heiterem Himmel ein. Gleich mehreren Leuten erzähle ich ihn, sie nehmen ihn unterschiedlich auf. Person K. versteht ihn nicht, also erläutere ich ihn.

Anderntags höre ich von anderen Personen das Wort Fledermaus und verzapfe freilich sofort den vortags erfundenen Witz. K., die ihn beim ersten Mal nicht verstanden hat, ist auch zugegen und versteht ihn wieder nicht. Aber plötzlich sagt sie zu ihrer Eheperson W.: »Hä?! Hat uns diesen Witz nicht vorgestern Frau XY erzählt?!« Die Eheperson bestätigt. Ich kenne Frau XY nicht, habe auch nie mit ihr gesprochen.

Heissa, das wäre ja mal ein Zufall! Schnell werfe ich ein, ich selbst hätte ihn K. vortags schon erzählt. Doch W. bestätigt, XY hätte den gleichen Witz zwei Tage vorher auch erzählt.

Auf Nachfrage bestätigt XY, dass es dieser Witz gewesen ist. Und das gibt’s doch nicht! Ich schwöre, ich habe diesen Witz nicht irgendwo gehört, sondern er ist mir beigeflogen. Aber dass eine mir völlig unbekannte Person ihn einen Tag, bevor er mir einfällt, der uns beiden bekannten K. erzählt – das ist doch eine Art Quantenverschränkung.

Doch jetzt kommt’s: Ist diese Geschichte wirklich passiert, oder haben wir sie uns ausgedacht?

*

[Werbung, dö-dümm döö-dümmmm]

*

Willkommen zurück bei Salon-X-Factor – Das Unfassbare. Und, haben sie sich entschieden? Ist die Geschichte um den gleichen Witz der beiden einander unbekannten Personen wahr oder ist sie frei erfunden? Sie ist – – – wahr. Diese Geschichte ist genau so passiert.

Ihr Salohnathan du Frakesmage

Kurz notiert (170)

FAKT: Es ist ein Dehnungs-i, Karl Moiks Nachname wird mit langem o [mo:k] ausgesprochen

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Ende 17., Anfang 18. Jh. wurde Italien von einem Komponistenäquator geteilt: Vivaldi Nord / Vivaldi Süd

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»Bei uns ist der Strom ausgefallen, wir haben keinen sonen stinknormalen Langweilerstrom.«

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Vivaldi? Pah, Arme-Leute-Musik! Meine Frau und ich hören nur Vivedeka und Vivrewe 🎩🧐

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»Kommst du mit zur Arbeit?«
»Ja, warte, ich zieh nur noch schnell was Unbequemeres an«

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