Android-App-Empfehlung: Capy Reader

This is a first: I recommend an app. Es ist der RSS-Reader Capy Reader (Link zu F-Droid). Capy Reader kann (fast) alles, was ich von einem RSS-Reader brauche und was die Konkurrenz nicht bot:

  • Keine Werbung.
  • Integrierte Artikel-Ansicht. D. h. bei Beiträgen, die nur eine Vorschau enthalten, kann der komplette Beitrag in der App geladen werden. Ich muss nicht wie bei anderen Apps per Browser auf die jeweilige Webseite.
  • Fotos können im Beitrag vergrößert werden, statt dass sie als Link zur Browserversion des Fotos führen.
  • Laut F-Droid keine Datenscheiße.
  • Keine Werbung.

Was Capy Reader noch können könnte, aber vermutlich bissi viel verlangt wäre:

  • Synchronisation meiner Feeds über meinen Home-Server. Ich täte gerne mal am Handy, mal am Tablet capyreaden, aber die read/unread-Statūs werden nicht gesynct.

(Evtl. empfehle ich bald eine weitere App: Die Podcast-App Antenna Pod. Dafür habe ich nämlich mit Gpodder eine Nextcloud-App, die mir über den Home-Server die Podcasts synchronisiert.)

Offenlegung: Diese Empfehlung erfolgt rein aus Daffke und Freude an der schönen App. I am in no way affiliated with Capy Reader nor do I get any reward for recommending it. I’m not sorry for not having any code to enter anywhere. Screw all the crap the internet has become.

Domain of Death, Quatsch: Is Gonna Be Dead

Liebe Leser*innen,

eine Ära geht zuende: »salondufromage.blog wurde erfolgreich gekündigt. Du kannst das Produkt noch bis zu seinem Ablaufdatum am 14. Juni 2026 nutzen.« Klartext: Nach dem 15.6.2026 ist der Salon du Fromage nur noch über die URLs https://salondufromage.de und https://salondufromage.wordpress.com/ zu erreichen. Bei RSS-Readern möge es bis dahin heißen: URL upg’dat’d is’!

Ehrlich gesagt, habe ich die von WordPress gehostete .blog-Adresse immer schon hässlich gefunden. Die .de-Adresse wird von einem anderen Hoster gehostet und gefällt mir besser. Eigentlich möchte ich für den Betrieb dieses Blogs überhaupt nix zahlen, bald zahle ich immerhin nur noch eine URL.

Slightly off-topic: Domain of Death ist der Titel einer CD der wahnsinnig groben Death-Metal-Band Mortician. Die hat mir mal einer gezeigt, und irgendwann während des ersten Lieds gesagt: »Der singt fei schon …« Man hört’s kaum raus, weil das Gegrowle so tief-guttural ist und sich vom Gedeathe der Instrumente nicht so sehr abhebt. Dann hat er noch erzählt, er habe die Scheibe in seiner Jugend mal auf voller Lautstärke laufen lassen, so dass seine Eltern mit schockierter Blässe in sein Zimmer gekommen wären und ihn ernsthaft erschüttert gefragt hätten: »Was haben wir dir denn getan?« Offenlegung: Das hat sich wirklich so zugetragen, das ist jetzt kein »Ich schieb’ jemand anderen vor, um nicht von mir sprechen zu müssen, im Sinne von ›Der Bekannte eines Bekannten‹«-Käse.

Also: salondufromage.blog is dead, long live salondufromage.de!

Herzliche Grüße
Andreas Maria Lugauer

Mein Roman Empire

Mein Roman Empire¹ ist, wie ich so um 1998/99 herum mal bei Tomb Raider II – Starring Lara Croft auf der PlayStation in einem der Bohrinsel-Level aus Versehen (?) in einer Situation gespeichert hab, die Laras sicheren Tod bedeutet hat. Ich hing an einer Kante, hatte nur noch sehr wenig Leben und, ich glaub, keine Waffen, und unten warteten Bluthunde auf mich. Woanders hin als nach unten ging’s aber nicht. Mit jedem neuen Versuch erhärtete sich die Gewissheit fester: Das war saudumm! Das sauschwere Level noch mal von vorn! Gkb!

¹ Ich kannte das Meme bis kürzlich gar nicht, ein lieber Freund hat mich drauf gebracht.

Eine Woche Sommergelage (6)

Hier das versprochene Schmankerl:

konkret 10/2000

Danke, fleißiger Teilnehmer! Mensch, das muss ein Aufwand gewesen sein. »CD-Rom« impliziert, dass es Videoaufnahmen waren. CD-Brenner waren im Jahre 2000 noch nicht die schnellsten. Da lief der Personal Computer des Teilnehmers wohl einige Zeit, wenn auch nur einige Hände voll Leute die CD-Rom orderten. Und ob KONKRET mords Videoequipment herbeigeschafft hatte oder ob’s am Ende per Camcorder aufgenommen wurde?

Online zu finden sind die Aufnahmen jedenfalls nicht. Auf YouTube gibt’s nur den ollen Konkret-Kongress 1993 (Stichwort: Karl Held). Was es aber immer noch gibt: Die wunderschöne E-Mail-Adresse des fleißigen Teilnehmers!

Woher ich das weiß? Aus Gründen der quatschblogistischen Sorgfaltspflicht habe ich eine Test-E-Mail hingeschickt. Zurück kam immerhin nicht nichts, sondern eine automatische Abwesenheitsnachricht. Ihr zufolge ist die Adresse schon lange nicht mehr aktuell, wird aber noch alle paar Monate abgerufen. Man wisse vermutlich, wie die neue Adresse des Herren laute oder wie sie in Erfahrung zu bringen bzw. wie die Person auf anderen Wegen zu erreichen sei. Das heißt, die Identität hinter der wunderschönen, vermutlich aber anonymisierenden Adresse war mal (ist) bekannt. Mensch, interessieren tät’s mich schon! Vielleicht bekomme ich ja in ein paar Monaten eine richtige Antwort.

Hiermit endet diese Miniserie. Die im Titel versprochene »Woche« löse ich im biblischen Sinne entsprechend der 6/7-Regel ein. D. h. eigentlich endet die Serie morgen, und zwar mit einem Ruhetag.

Eine Woche Sommergelage (5)

konkret 8/2000

Holla, also doch »knapp hundert Lageristen«! Das kann sich sehen lassen, und ich will nicht unterstellen, es sei recht großzügig gerundet worden (von 51). Warum die Nazis wegen des Signals »No Tolerance« wieder abgezogen sind, würde mich interessieren. Und wie dieses Signal ausgesehen hat.

Nach meiner Durchsicht wurde in Ausgabe 9/2000 dann doch nix mehr an »Theorie satt« dokumentiert. Auch ging die Diskussion nicht im Jahr 2001 weiter; ob später, weiß ich nicht, die ganzen Jahrgänge durchblättern mag ich dafür nicht.

Im nächsten Beitrag dieser Serie kommt noch ein anderes, ganz besonderes Schmankerl. Noch einmal schlafen, dann!

Eine Woche Sommergelage (4)

Und?, sind in 6/2000 noch Plätze beim KONKRET-Sommergelage frei?! Schwer zu sagen, denn in 6/2000 fand ich keinen Buchungsaufruf. Erst in Ausgabe 7/2000 hieß es:

konkret 7/2000

Hatten sie sich wohl nicht, wie in linken Plena üblich, die Köpfe eingehauen, sondern konnten ihre Aushandlungsprozesse virtuell im Internet fortführen. Obwohl: Der Redaktionsschluss dieser Notiz dürfte zwei Wochen vor dem Gelage (30.06.–02.07.) gewesen sein. War die Redaktion also doch nicht durch und durch pessimistisch!

Wer jetzt dachte, die Serie ende hier, hat nicht aufgepasst: Es folgen noch Nachbemerkungen. [tbc]

Eine Woche Sommergelage (2)

konkret 4/2000

In Ausgabe 3/2000 (vgl. letzter Beitrag) mahnte konkret zur Schnelligkeit; die Plätze dürften bald ausgebucht sein. Nur einen Monat später kann sie vermelden, dass das Sommergelage noch halb leer schon halb voll ist!

Abwechslungsreichtum ist beim Schreiben Trumpf: Hatte es in Ausgabe 3/2000 noch »KONKRET-Leserinnen und -Leser unter 27 Jahren« geheißen, schreibt das Magazin nun »bis 26 Jahre«. Na na na, da hatten sich wohl frech 27jährige angemeldet.

[tbc]

Eine Woche Sommergelage (1)

Aus beruflichen Gründen durchforstete ich neulich die Jahrgänge 2000 und 2002 der konkret. Nicht ganz weniges in diesen alten Blättern ist aus heutiger Sicht lustig. Bei manchen Autor*innen denkt man laut: »Ach DER¹ hat damals (noch) für konkret geschrieben?!« In der Zwischenzeit ist doch einiges an Schismen und Renegaterei vorgegangen.

¹ Die Männerquote war damals, ich habe nicht nachgerechnet, noch höher als die heutigen ~85 %.

In Ausgabe 3/2000 findet sich in der Rubrik »von konkret« diese Ankündigung:

konkret 3/2000

Na kuck, das Magazin für Politik & Kultur tat damals noch aktiv was für die Jugend. Bzw. für Menschen, deren Organwachstum allmählich zum Erliegen kommt. (Weswegen es nicht ratsam ist, sich vor Ende 20 die Augen lasern zu lassen. /off-topic)

Auf diesem Blog folgt nun eine kleine Serie, die die Folge von Ankündigungen und Nachbemerkungen dieser bemerkenswerten Veranstaltung darbietet. Wie schnell die Teilnahmewilligen wohl sein mussten, einen der Plätze zu ergattern? Seid gespannt!