Eine Woche Sommergelage (6)

Hier das versprochene Schmankerl:

konkret 10/2000

Danke, fleißiger Teilnehmer! Mensch, das muss ein Aufwand gewesen sein. »CD-Rom« impliziert, dass es Videoaufnahmen waren. CD-Brenner waren im Jahre 2000 noch nicht die schnellsten. Da lief der Personal Computer des Teilnehmers wohl einige Zeit, wenn auch nur einige Hände voll Leute die CD-Rom orderten. Und ob KONKRET mords Videoequipment herbeigeschafft hatte oder ob’s am Ende per Camcorder aufgenommen wurde?

Online zu finden sind die Aufnahmen jedenfalls nicht. Auf YouTube gibt’s nur den ollen Konkret-Kongress 1993 (Stichwort: Karl Held). Was es aber immer noch gibt: Die wunderschöne E-Mail-Adresse des fleißigen Teilnehmers!

Woher ich das weiß? Aus Gründen der quatschblogistischen Sorgfaltspflicht habe ich eine Test-E-Mail hingeschickt. Zurück kam immerhin nicht nichts, sondern eine automatische Abwesenheitsnachricht. Ihr zufolge ist die Adresse schon lange nicht mehr aktuell, wird aber noch alle paar Monate abgerufen. Man wisse vermutlich, wie die neue Adresse des Herren laute oder wie sie in Erfahrung zu bringen bzw. wie die Person auf anderen Wegen zu erreichen sei. Das heißt, die Identität hinter der wunderschönen, vermutlich aber anonymisierenden Adresse war mal (ist) bekannt. Mensch, interessieren tät’s mich schon! Vielleicht bekomme ich ja in ein paar Monaten eine richtige Antwort.

Hiermit endet diese Miniserie. Die im Titel versprochene »Woche« löse ich im biblischen Sinne entsprechend der 6/7-Regel ein. D. h. eigentlich endet die Serie morgen, und zwar mit einem Ruhetag.

Eine Woche Sommergelage (5)

konkret 8/2000

Holla, also doch »knapp hundert Lageristen«! Das kann sich sehen lassen, und ich will nicht unterstellen, es sei recht großzügig gerundet worden (von 51). Warum die Nazis wegen des Signals »No Tolerance« wieder abgezogen sind, würde mich interessieren. Und wie dieses Signal ausgesehen hat.

Nach meiner Durchsicht wurde in Ausgabe 9/2000 dann doch nix mehr an »Theorie satt« dokumentiert. Auch ging die Diskussion nicht im Jahr 2001 weiter; ob später, weiß ich nicht, die ganzen Jahrgänge durchblättern mag ich dafür nicht.

Im nächsten Beitrag dieser Serie kommt noch ein anderes, ganz besonderes Schmankerl. Noch einmal schlafen, dann!

Eine Woche Sommergelage (4)

Und?, sind in 6/2000 noch Plätze beim KONKRET-Sommergelage frei?! Schwer zu sagen, denn in 6/2000 fand ich keinen Buchungsaufruf. Erst in Ausgabe 7/2000 hieß es:

konkret 7/2000

Hatten sie sich wohl nicht, wie in linken Plena üblich, die Köpfe eingehauen, sondern konnten ihre Aushandlungsprozesse virtuell im Internet fortführen. Obwohl: Der Redaktionsschluss dieser Notiz dürfte zwei Wochen vor dem Gelage (30.06.–02.07.) gewesen sein. War die Redaktion also doch nicht durch und durch pessimistisch!

Wer jetzt dachte, die Serie ende hier, hat nicht aufgepasst: Es folgen noch Nachbemerkungen. [tbc]

Eine Woche Sommergelage (2)

konkret 4/2000

In Ausgabe 3/2000 (vgl. letzter Beitrag) mahnte konkret zur Schnelligkeit; die Plätze dürften bald ausgebucht sein. Nur einen Monat später kann sie vermelden, dass das Sommergelage noch halb leer schon halb voll ist!

Abwechslungsreichtum ist beim Schreiben Trumpf: Hatte es in Ausgabe 3/2000 noch »KONKRET-Leserinnen und -Leser unter 27 Jahren« geheißen, schreibt das Magazin nun »bis 26 Jahre«. Na na na, da hatten sich wohl frech 27jährige angemeldet.

[tbc]

Eine Woche Sommergelage (1)

Aus beruflichen Gründen durchforstete ich neulich die Jahrgänge 2000 und 2002 der konkret. Nicht ganz weniges in diesen alten Blättern ist aus heutiger Sicht lustig. Bei manchen Autor*innen denkt man laut: »Ach DER¹ hat damals (noch) für konkret geschrieben?!« In der Zwischenzeit ist doch einiges an Schismen und Renegaterei vorgegangen.

¹ Die Männerquote war damals, ich habe nicht nachgerechnet, noch höher als die heutigen ~85 %.

In Ausgabe 3/2000 findet sich in der Rubrik »von konkret« diese Ankündigung:

konkret 3/2000

Na kuck, das Magazin für Politik & Kultur tat damals noch aktiv was für die Jugend. Bzw. für Menschen, deren Organwachstum allmählich zum Erliegen kommt. (Weswegen es nicht ratsam ist, sich vor Ende 20 die Augen lasern zu lassen. /off-topic)

Auf diesem Blog folgt nun eine kleine Serie, die die Folge von Ankündigungen und Nachbemerkungen dieser bemerkenswerten Veranstaltung darbietet. Wie schnell die Teilnahmewilligen wohl sein mussten, einen der Plätze zu ergattern? Seid gespannt!

Höhere Steuern für Reiche – »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!

Weil’s so schön ist, gleich noch mal: »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!

Seit zwölf Tagen lache ich täglich über diesen Satz aus der Feder eines notabene linken Wirtschaftsmagazins über die Einknickpartei seit dem 19. Jahrhundert. Gelten lassen hätte ich ihn nur in Gernhardt/Waechter/Bernsteins (Lokal-) Journalismuspersiflage »Welt im Spiegel« (1964–1976) .

Ah, einmal geht noch: »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!

Ichthys

Straubinger Tagblatt, 11.08.2023, S. 1

»So glein war der Fisch, den mir der Middarbeider g’fang’n hadd, den wir für meinen ausgeben wolld’n. Könnt’s ihr euch des vorstell’n? Der arbeit’ jetzadla jedenfalls nemmer für mich, der kann sich wen anners suchen. Zum Glück war’s ein Ausländer, den hab ich gleich abschiem lassn …«