Willst du mit mir gehen?

Willst du mit mir gehen?
( ) ja
( ) nein

Hast du ein Bidet im Bad?
( ) ja
( ) nein

Die Kritische Theorie ist die beste Theorie.
( ) ja
( ) nein
( ) «[…] soweit es auf der subjektiven Seite heute überhaupt so etwas wie eine Schwelle, wie eine Unterscheidung zwischen dem richtigen und dem falschen Leben gibt, ist sie wohl am ehesten darin zu suchen, ob man blind nach außen schlägt – und sich selber und die Gruppe, zu der man gehört, als Positives setzt und das, was anders ist, negiert –, oder ob man statt dessen in der Reflexion auf die eigene Bedingtheit lernt, auch dem sein Recht zu geben, was anders ist, und zu fühlen, daß das wahre Unrecht eigentlich immer genau an der Stelle sitzt, an der man sich selber blind ins Rechte und andere ins Unrechte setzt.»*

Kreuze gleich an und sei mit drei Richtigen im pool of candidates!

* Adorno, Theodor W.: Probleme der Moralphilosophie (1963), hrsg. von Thomas Schröder, in: Theodor W. Adorno: Nachgelassene Schriften, hrsg. vom Theodor W. Adorno Archiv, Abteilung IV: Vorlesungen, Band 10, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1996, S. 251.

Programmhinweis für morgen, Sonntag, den 23.09.2018

Leute, ich bin im Radio, und zwar «morng!» (Camillo Rota)

Um 16 Uhr läuft die entzückende Sendung Eisenbart & Meisendraht – Magazin für Eigenart des zauberhaften Camillo Rota und noch so eines Typens, den aber keiner kennt. Mein Text «Der Kokon des Philosophen» erfährt darin seine Weltpremiere. Eingelesen habe ich ihn selber. Die Luft vor euren Empfangsgeräten wird erotisch glimmern und eventuell sogar flirren, so dass ihr den Rest der Sendung vor lauter Angegeiltheit wahrscheinlich gar nicht mehr mitkriegen werdet. Aber das wäre nicht so tragisch, denn nach ein paar Tagen wird’s die Sendung bei den üblichen Anbietern als Podcast geben.

Also, kurbelt euch rein: morgen, Sonntag, 16 Uhr, Radio Z (Nürnberg 95,8 MHz oder Livestream auf www.radio-z.net)!

Metaljournalismus über Anaal Nathrakhs «Forward!»

Die Extreme Metaller Anaal Nathrakh unterlegen in ihrem Lied «Forward!» die Double Bass stellenweise mit einem Maschinengewehr-Sample. Damit machen es Mick ‹Irrumator› Kenney und Dave ‹V.I.T.R.I.O.L.› Hunt, die beiden einzigen Mitglieder der Band, den Metaljournalist_innen ja extreme einfach. Die Promo-, Quatsch: Rezis schreiben sich angesichts dieses buchstäblichen Geballers ja von selbst!

  • «Bei Anaal Nathrakh wird der Ausdruck Geballer wörtlich genommen, …»
  • «Anaal Nathrakh nehmen bei dieser Schlacht keine Gefangenen.»
  • «machen ernst mit ‹Black Metal ist Krieg›»
  • «Ruhe vor dem Sturm»
  • «Mick ‹Irrumator› Kenneys Schlagzeug ist im wahrsten Sinne das Wortes zur Schießbude umfunktioniert»
  • «feuert gnadenlos Salve um Salve ab»
  • «aus allen Rohren»
  • «mit auf Dauerfeuer gestellten Geschützen»
  • «mit maschinengewehrartiger Präzision knüppelt Mick ‹Irrumator› Kenney, während Dave ‹V.I.T.R.I.O.L.› Hunt schreit, als peitsche er seine Kameraden zum nochmaligen Sturm bei bereits verloren geglaubter Schlacht»
  • «Anaal Nathrakh zeigen Marduk, wo die MG den Abzug hat»
  • «Trommelfeuer»
  • «fahren schwere Geschütze auf»
  • «trägt man beim Hören am besten einen Stahlhelm»
  • «Kesselartillerie»
  • «sollte man vor den Boxen in Deckung gehen»
  • «unbarmherzig»
  • «Wahnsinn des Kriegs»
  • «Oberst V.I.T.R.I.O.L. und sein Feldwebel Irrumator»
  • «… kann einiges.»
  • «Die Textzeile ‹may it all be over by christmas› lässt trotz des unveröffentlichten und größtenteils unverständlichen Text vermuten, das Lied drehe sich um eine Begebenheit während des Ersten Weltkriegs: französische und deutsche Soldaten hatten an einem Weihnachtsabend eine Waffenruhe eingelegt und sich auf dem Schlachtfeld zwischen den Schützengräben zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern getroffen.»

Don’t Forget About Dr. Dre!

Der US-amerikanische Rapper und Produzent Dr. Dre ist gerade im Studio, um sein Habilitations-Album einzurappen. Nachdem seine Postdocphase bald schon drei Jahrzehnte zurückliegt, will er endlich die Next Episode seiner akademischen Karriere einläuten.
Das Album wird manchen Verweis auf frühere Alben enthalten, so z.B. die Skits «Ed-Ucation Pt. II» und «The Doctor’s Office Pt. II» sowie die Songs «A Nigga Witta Library Card», «Rat-Tat-Tat-Tat (Goes the Typewriter)» und «Fuck You Bitch Niggaz».
Wenn die Habil angenommen wird, wird er fürderhin nur noch als Prof. Dre auftreten werden. Gedruckt werden soll sie dann mit Murder Ink auf Dead-Prez-Papier.

Aktualisierung 10.09.2018, 11.07 Uhr: Glaubt ihr’s? Kaum G-funke ich Dr. Dres Habilitations-Projekt durch, macht sich das Internet schon mit geloadeten pieces daran, seine Dissertations-Platte (Gangstaslang: «Diss») auf Plagiate hin zu untersuchen! Gerüchte kursieren, es seien bereits erste nicht als Zitate gekennzeichnete Samples und abgefangene Punchlines entdeckt worden. What the monster ass fuck, da wird doch wohl nicht die nächste Doktortitelaberkennung bevorstehen und einer bald nur noch als Dre (M.A.) auftreten können? Wenn dem so sein sollte, ginge es wohl direktemang zurück nach straight backa Compton.
I’ll keep you posted, bitch niggaz!

Wissenswertes über Wespen

Dass es momentan besonders viele Wespen gibt, hat übrigens nichts mit der langanhaltenden Hitze zu tun, wegen der sich diese «Hautflügler» (Internet) besonders gut vermehren könnten. Lasst euch da nicht von Kachelmann oder irgendwelchen selbsternannten Naturologen einmotten!

In echt kommt die «Wespenplage» (Lokalzeitungen) vom Hesperiden-Schauer, der jährlich im August vom Meteoritenschwarm gleichen Namens erzeugt wird (im Volksmund fälschlicherweise als «Perseiden» bekannt). Und das kommt so:

Rauscht die Erde augustens durch die Hesperiden, entstehen am Himmel «Myriaden» (Th. Mann) von Sternschnuppen, die man in wolkenlosen Nächten sogar SEHEN kann. (Bei Sternschnuppen tagsüber hingegen ist man angeschissen, die sieht nur unser Mann im All, Alexander Gerst.) Jede dieser Sternschnuppen nun entlässt bei ihrer Explosion «Fantastilliarden» (a.a.O. und Dagobert Duck) Wespen in die Atmosphäre. Diese sehen dann zu, dass sie in die Troposphäre runterfliegen, denn in den oberen Schichten der Atmosphäre kriegen sie überhaupt keine Luft und auch sonst nichts zum Leben (weiterf. Details bei Michael Ziegelwagner in seiner 1,0-Humorkritik aus der aktuellen «Titanic»). Und da haben wir sie nun zu «Zehntausenden» (kl. Mädchen in der U-Bahn)!

«Und warum heißen sie WESPen, wo sie doch angeblich ausm HESPeridenschauer kommen?» Wegen der Italiener! Die können das «h» am Anfang des griechischen Originalworts hesperides nicht aussprechen. Esperidi fanden sie aber doof, weswegen sie es kurzerhand als vesperidi einitalienischten. Als die vespi schließlich über den Brenner geflogen kamen, tauschten sie ihr «v» gegen «W» (Vespen erinnerte sie zu sehr an die mittelalterlichen Vesten), und seither wesen sie hier als Wespen fort.

Wespen gefällt es übrigens überhaupt nicht, über der Erde ausgespien zu werden. Ihr Leben im Hesperidenschwarm ist so sorgenlos und sie brauchen sich, gemütlich durchs All treibend, keinerlei Gedanken zu machen! Daher sind sie nach ihrer Niederkunft so aggressiv und stechen alle, die nicht bei drei im Haus sind oder sie zuvor erschlagen haben.

MythBuster (2)

In Zahnseidebhältern befindet sich, entgegen der stadtlandflussläufigen Auffassung, keine Spule, auf der das Zahnnylon (!) aufgewickelt wäre. Sondern die Moiren, die drei Schicksalsgöttinnen Klotho, Lachesis und Atropos, sitzen drin! Klotho nun spinnt den Nylonfaden, Lachesis bemisst ihn und Atropos schneidet ihn auf Lachesis’ Befehl hin durch. Weil Lachesis recht launig ist, kann die Zahn“seide“ zu den merkwürdigsten, mitunter abwegigsten Zeiten plötzlich app sein (z.B. bereits 7 oder erst 3000 Tage nach Neukauf, oder wenn man vorm Schmusen dummerweise vorne was zwischen den Zähnen hat). Und da machste nix!
Wer jetzt daherschlaumeiert: «Ja abba bei duichsichtichn Behälldan, do siecht ma’s ja, wie sich die Spuuln drinna drejht!», hat erstens noch nie in so einen Behälter reingeschaut, und zweitens keine Ahnung von der Macht der Moiren. Eine läppische optische Illusion von einer Nylonspule werden die ja wohl leicht hinkriegen. Reinzuschauen würd ich jetzt aber auch keinem empfehlen, weil, entfesselte Moiren, da heißt’s schnell: schnipp-schnapp, Faden app!
(Btw: Ist wer bei Wikipedia und kann den Eintrag /wiki/zahnseide entsprechend berichtigen?)

Über den Rummel

Freitagabend war ich zum ersten Mal seit ich glaub 6 Jahren mit Freunden aufm Rummel. Nürnberger Frühlingsfest nennt sich der hier. Das Wort Rummel benutzte ich heute zum allersten Mal überhaupt, sonst wegen meiner Herkunft halt immer Volksfest, deswegen schreibe ich es hier zum dritten Mal: Rummel. Oh man dachte ich jetzt muß ich auch wieder lustige Post schreiben über was ich aufm Rummel (4) erlebte. Weil in letzter Zeit war es paar Mal schon vorgekommen daß Leute mir was „Lustiges“ erzählt hatten und dann gemeint hatten ich solle da mal lustige Beitrag drüber schreiben. Ja richtig, seit ich im Internet aktiver bin Weiterlesen

Broken-Window-Theory

Prank für diejenigen unter den Lesis, die sonst schon alle Pranks durchhaben:

Gehe in das wohlhabendste Viertel Deiner Stadt und schmeiße an drei unterschiedlichen, aber strategisch klug gewählten Stellen je ein Fenster ein. Gemäß der Broken-Window-Theorie wird das Viertel anschließend langsam zu einem gemütlichen Glasscherbenviertel hinüberranzen, eventuell sogar bis zur völligen Verwahrlosung.
Profi-Tip: Schmeiße für jedes reparierte Fenster zwei andere ein! Broken-Window-Abranzen funktioniert nur, wenn eingeschmissene Fenster «Bestand» haben.

(Wer diesen Prank schon erfolgreich hinter sich gebracht hat, nehme sich den nächsten Schwierigkeitsgrad vor: eine Gated Community.)