
Darüber, dass die URL der VG-Wort-Meldewebseite mit »tom« beginnt, was für »Texte Online Melden« steht, muss ich jedes Jahr wieder lachen, wenn ich die VG-Wort-Meldewebseite duckduckgoe.
Wordpress erstellt mir eine indivuelle Jahresübersicht: »Lass ein erfolgreiches Blogging-Jahr noch einmal Revue passieren – mit den wichtigsten Statistiken zu Besucherzahlen, Interaktion und Community-Wachstum.« Okay, here we go:
Seitenaufrufe: 2088. »Eine beeindruckende Anzahl von Lesern hat sich mit deinen Inhalten beschäftigt – ein Beleg für die Attraktivität und Reichweite deiner Website.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt 2206 Aufrufe an.
Beiträge: 123. »You have added to your body of work and shared your thoughts with the world.« Joa, wenn Wordpress das schreibt, wird das schon so sein.
Likes: 32. Kommentare: 8. »Deine Texte haben bei deinen Lesern Anklang gefunden, und sie haben ihre Wertschätzung gezeigt.« Corrigenda: Die Statistik im Backend zeigt 37 Gefällt-Mirs und 12 Kommentare.
Bester Tag: 11. Oktober 2023. »Mit 1 % aller Besuche des Jahres war 11. Oktober 2023 dein strahlendster Tag im digitalen Rampenlicht.« Joa, wenn Wordpress das schreibt, wird das schon so sein.
Top-Länder: Deutschland, Vereinigte Staaten & Schweiz. »Deine Website erfreut sich über Kontinente hinweg bei einem internationalen Publikum großer Beliebtheit.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt als Bronze-Land Österreich mit einem Aufruf mehr als die Schweiz.
Traffic-Quellen: WordPress.com Reader. »WordPress.com Reader hat maßgeblich zum Traffic deines Blogs beigetragen – nicht zuletzt aufgrund unserer gezielten SEO- und Marketingmaßnahmen.« Corrigendum: Die Statistik im Backend zeigt Suchmaschinen auf Platz 1 mit mehr als zehn mal so vielen Aufrufen als der WordPress.com-Reader.
Verfügbarkeit: 99,999%. »Beinahe perfekt! Wir haben deine Website in diesem Jahr 525.595 von 525.600 Minuten live und verfügbar gehalten.« Joa, wenn Wordpress das schreibt, wird das schon so sein.
Solltet ihr euch nach all diesen Winzig-Zahlen jetzt denken: »Poah, ist das ein mies besuchter Blog. Da les’ ich nicht mehr mit«, lasst euch gesagt sein: Der 2014 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Gedichtband wurde weniger als 400 Mal verkauft.
»Wachse weiter mit WordPress.com. Ein neues Jahr voller neuer Möglichkeiten erwartet dich.« Joa, wenn Wordpress das schreibt, wird das schon so sein. Okay, here we go!
P.S.: Das sagt Wordpress’ eigener AI-Assistent zu diesem schonungslosen Entlarv-Artikel:
Auf jedem Rucksack der Marke KAPTEN & SON will ich Tremas ergänzen: KÄPTEN & – wenn ich schon dabei bin: SÖN
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TIL: Die Abkürzung der Stylesheet-Sprache CSS steht für cook salt solution, Kochsalzlösung. Aber solche Kruditäten sind in Computerprogrammierkreisen ja nix Neues.
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Warum heißen Auszubildende umgangssprachlich auch Stift? Weil John Wick in jeder Situation mit einer*einem von ihnen drei Gegner ausschalten kann
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Der Name SARS rührt übrigens vom Ort seines ersten Auftretens her: Sarstedt
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Woah, crass: Aufschnitt heißt auf Englisch upper cut, Käseaufschnitt bspw. cheese upper cut und Wurstaufschnitt gar worst upper cut
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Heute Nacht träumte mir, ich postete gegen 7:35 Uhr bei Facebook: »Na, habt ihr heute schon eure Dues gepayed?«, wie in Anastacias ›Paid My Dues‹ (2001) oder Kool Savas’ ›Optik Anthem‹ (2002). Keine Ahnung, warum ich von über 20 Jahre alten Songfragmenten träume. Ganz besonders ungern ergänze ich, dass ich im Traumtexteingabefeld extra von »gepaid« zu »gepayed» korrigierte, um, auch wenn beides Quatsch ist, irgendwelchen Orthografiewächtern auf die Nerven zu gehen. Doch weil mein Traum-Ich das wollte, postete ich es, obwohl ich auf Social Media sonst nix mehr mache, im RL bei Facebook:
Na, habt ihr heute schon eure Dues gepayed?
Ein Freund aus der Jugend erzählte mal, er habe auf einer Baustelle von einer herumliegenden Silikonspritze probiert. Es habe nicht nur fürchterlich geschmeckt, sondern dieser Geschmack für einige Zeit seinen Mund nicht verlassen. Der Freund hatte eine nachhaltige Ekelerfahrung.
Und dann sehe ich im Teefach, dass die Marke Cupper allen Ernstes folgende Geschmacksrichtung anbietet:

Nein, danke! Wenn ich Kamillentee trinke, braucht der Kamillengeschmack keineswegs nachhaltig zu sein, sondern darf sich gerne alsbald wieder verziehen. Und beim Untertitel »Medley aus Kamilleblüten« kommt mir sogar – entschuldigt die harsche Ausdrucksweise: das Kotzen. Einerseits freilich, weil er gar so dumm ist. Andererseits aber, weil ich beim Wort Medley sofort an die scheußliche Band Simply Red mit ihren scheußesscheußlichen Medleys, die ich beim familialen Kucken von Wetten, dass..? bei mindestens jeder zweiten Folge über mich ergehen lassen musste, denken muss. Und wetten, dass die korrekte Schreibung Wetten, dass …? wäre?
*putting FEST in HILFESTELLUNG*
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*putting TAND in STANDARD*
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*putting EuGH in ZEUGHAUS*
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*putting ROST in MAKROSTRUKTUREN*
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*putting ASTER in

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So so, bei WordPress steht also der Bloganuary vor der Tür:

Bloß: Wie spricht eins den Buchstaben g darin aus? Wie das g in Blog oder wie das J in January? Meines Erachtens ergibt weder noch Sinn. Die Firma WordPress hätte lieber noch ein paar Monate warten und dann einen Blaugust oder einen Blogtober veranstalten sollen. Jedenfalls keinen Blogune oder Bloguly! Und sind Challenges in den fortgeschrittenen 20er Jahren echt noch ein Ding.
Antworten auf (eine) Frage(n) eurer Wahl gerne in die Kommies :o)
Notabene: Schreibt eins das Wort WordPress mit kleinem p, korrigiert die Firma WordPress es beim Speichern zum P. Umgehen lässt sich das nur mit einem sogenannten breitenlosen Leerzeichen zwischen d und p: WordPress.
Vor langer Zeit sah ich eine Infotainment-Sendung, vielleicht Galileo, in der folgende Zuschauerfrage ›beantwortet‹ wurde: »Warum läuft bei Rolltreppen das Handlaufband oft schneller als die Stufen?« Denn die Person hatte bemerkt, dass ihr ihre Hand auf Fahrtreppen oft davongefahren war. Zeigte die Infotainment-Sendung also einen Beitrag, in dem Aufbau und Funktionsweise einer Fahrtreppe erklärt wurde. Gekrönt von der Info, dass laut irgendeiner Fahrtreppenverordnung Handlaufbänder soundsoviel Prozent schneller als die Fahrstufen sein dürften. »Zack, Frage beantwortet!«, dachte sich die Sendung und infotainte fröhlich mit irgend was anderem weiter. Bestimmt war die Frageperson ebenso erbost wie ich (bis heute!). Denn: Was sollte denn das? Eine Frage nach einem Warum einfach abschlagen mit der Feststellung, dass das halt so sein dürfe? Infotainment-Sendungen war fei auch damals schon keine Politikpressekonferenzen!