»Show Ad« [Schläfenrotor-Geste]

Gut, ein bisschen hakelig ist die Social-Media-App Friendly Sozialbrowser manchmal. Aber dafür sieht der Facebook-Feed bisweilen aus wie im obigen Screenshot. Denn es werden (im Idealfall) nur Posts von Freund*innen oder geliketen Seiten oder (haha, die folgende Wortverbindung meint gar nicht, was sie vorgibt zu meinen) beigetretenen Gruppen (aber verstehen tun’s alle hehe). So lässt sich’s aushalten im SM-Oldie!

Kurz notiert (149)

Warum heißt es nach der neuen Rechtschreibung nicht Mitttag

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Hosts der Hoff-Knoff-Show, des US-Originals der Knoff-Hoff-Show, waren David »The Hoff« Hasselhoff und David »The Knoff« Knasselknoff

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Wo bewahren Dichter*innen ihre Hebungen auf?

Im Iktenschrank.

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Jobcenter das dich zu einem Duell herausfordert und -fördert

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Traf mich wie ich bei Mord und Totsch lag

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Beinharte Enttäuschung

In der dritten Klasse verbrachten wir eine Schulwoche in einem Schullandheim. Abends gab es im Aufenthaltsraum freilich Disco. Der Klassenlehrer hatte dazu die passende Musik dabei – und was waren wir aus dem Häuschen, weil er auch Torfrocks »Beinhart« dabei hatte! Das Titellied zum Kinofilm Werner – Beinhart! versetzte uns regelrecht in Extase. Den Film, ich hatte ihn auf VHS aufgenommen, konnte ich teilweise auswendig, Zitate daraus zoteten wir bei jeder (un)passenden Gelegenheit.

Weil wir das Lied nicht nur im Schullandheim, sondern auch zuhause hören wollten, baten wir den Lehrer, es uns auf Kassette zu überspielen. Er schlug ein Schneeballsystem vor: Er überspielte es mir (oder lieh mir seinen Tonträger aus, um das zu tun), und ich sollte es dann weiter überspielen, so dass am Ende alle Interessierten ihre Kopie hatten.

Wie groß war aber die Enttäuschung, als ich zuhause feststellte, dass es gar nicht die Originalversion des Liedes war, sondern ein bloßer Abklatsch. Gesungen wurde nicht: »Beinhart wie ein Rocker! …«, sondern: »Reinhard wie ein [weiß ich nicht mehr]«. In der Schullandheimdisco fiel uns das vor lauter Partystimmung gar nicht auf. Was es mit der Version auf sich hat, weiß ich bis heute nicht: Hatten Torfrock das Lied selbst zu verantworten? Wollte da jemand unter Umgehung des Copyrights auf der Werner-Welle surfen und mit abgewandeltem Text abkassieren? Ich werde es nie erfahren, weil es mit zeitgenössischen Suchalgorithmen unmöglich ist, bei entsprechender Suchanfrage nicht entweder Torfrocks »Beinhart« oder etwas völlig Irrelevantes zu finden.

Anmerkung: Dass es sich beim Überspielen von Musik auf MC um music piracy handelt und es deswegen verboten ist, war nicht nur – logo – uns SuS unklar, sondern scheint’s auch dem Herrn Lehrer. Einsperren kann ihn niemand mehr, denn erstens ist das alles 30 Jahre her, zweitens doch relativ läppisch, und drittens ist er schon tot.

Back-to-Life Goal

Gefragt, was er in seinem Leben erreichen wolle, sagte M. Sonneborn vor vielen Jahren sinngemäß, er wolle einmal die Wochenzeitung Die Zeit übernehmen und dann so richtig in die Scheiße reiten (n. verif. Gedächt.-Zit.).

Gefragt, was ich in meinem Leben erreichen wolle, antwortete ich: Nur ein einziges Mal möchte ich das britische Eton College übernehmen. Ebenfalls, um es so richtig in die Scheiße zu reiten. Aber nicht nur dazu: Nachdem ich es so sehr in die Scheiße geritten habe, dass es schließen muss, setze ich alles daran, dass es wieder eröffnet. Vor der Wiedereröffnung knüpfe ich Kontakte in die Medienlandschaft, um – in Anlehnung an Cannibal Corpse’ »Eaten Back to Life« – in mindestens einer bedeutenden Riesenzeitung folgende Headline zu placieren: »Eton Back to Life«.

Kurz notiert (148)

Jemanden unter Drogen setzen aber weil halt grad kein anderer Sitzplatz frei ist

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Bäckerin die ihren Teig versemmelt❓❔

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Last Night the DJ Saved My File

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Paracelsus nur noch Paracelsius aussprechen, alle flippen völlig aus, lesen beim Nachbarn die Temperatur ab, fahren heut nimmer, gucken nur noch Triologien

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Das bekannteste Blatt der Mads-
ack Gruppe ist die HAZ

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Womit konnte Günter Grass’ Pkw auf sich aufmerksam machen?

Mit einer Großen Mahn- und Warnblinkanlage

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HAZ/NP

Erinnerst Du Dich noch, dass ich mal ein HAZ-Probeabo abgeschlossen habe, um Papier für in den Biomüll unten rein zu haben? Das hat sehr gut funktioniert: Ich bekam 14 Tage die HAZ, die praktisch ungelesen in die Schublade für Biomülleimerpapier wanderte, und ansonsten behelligte mich die verantwortliche Madsack Gruppe nicht. Keine Werbung, kein gar nix. Nur 14 Tage HAZ. Das Abo endete wie versprochen automatisch.

Als ich nun vor einiger Zeit mal wieder etwas online bestelle, bietet man mir wieder ein Dankeschöngeschenk an. Unter all dem Krempel entscheide ich mich abermals für ein 14-Tage-Probeabo, diesmal von der Neuen Presse, einer Tageszeitung der Region Hannover. Das ist praktisch die HAZ in grün. Wie die HAZ gehört die Neue Presse zur Madsack Gruppe.

Doch diesmal soll es anders laufen: Keine einzige NP-Ausgabe kommt bei mir an. Nachhaken tu ich freilich nicht, wer weiß, was dann passiert. Was aber ankommt: In unregelmäßigen (?, jedenfalls längeren) Abständen Werbepost. Und zwar immer recht geschickt dergestalt, dass außen auf dem Brief außer meiner Adresse nichts aufgedruckt ist. Kein Hinweis auf einen Absender. Wer mir wohl schreibt? Logisch, dass ich öffne und reinschaue.

Erst beim dritten oder vierten Brief dieser Art wusste ich vor dem Öffnen Bescheid. Jetzt habe ich mir ein Herz gefasst und der Madsack Gruppe eine E-Mail betreffs Löschung meiner Daten geschrieben. I’ll keep you posted!
(Oder auch nicht, weil wenn jetzt nix mehr kommt und die Datenlöschung ohne Bescheid vorgenommen wird, vergesse ich das Ganze eh wieder.)

Köln Rostock Ingelheim Tübingen Ingelheim Köln aller Buchstaben des neuen Buchstabieralphabets nach DIN 5009 (#6)

Teil 6 der Serie zu diesem Beitrag.

Wuppertal: Passt schon, aber warum man diesem Dreisilbenlindwurm nicht Worms oder immerhin Weimar vorgezogen hat, erschließt sich mir nicht. Lustig hätte ich Würselen gefunden, denn wie ich bei Sigmar Gabriel/Goslar immer »Ah, Der Goslaer!« denken muss, muss ich bei Martin Schulz (SPD) immer »Ah, der Würselener!« denken. Bloß gut, dass es nicht Würzburg wurde. Denn da sind die Bus- und Straßenbahnfahrer (sic) des ÖPNV so derart unfreundlich, dass es mir die Sprache verschlägt. Und die fahren so schlecht und fahrgastunfreundlich!, vor Haltestellen bremsen sie grundsätzlich so spät und so brutal, dass sämtliche Fahrgäste nach vorne gegen die Windschutzscheibe geschleudert werden, während die Fahrer (sic) in ihren Rallyesitzen festgeschnallt sitzen und die Menschenzusammenballung neben sich recht hämisch auslachen. Obendrein ist das ÖPNV-Angebot für eine Großstadt gelinde gesagt ein Witz – abends stehst du stundenlang da wie der Ochs am Berg – und die Busse sind alle so alte und umweltfeindliche Rumpelkisten und die Straßen ungemütliche Buckelpisten. Ah, der Würzburger ÖPNV!, da wollte ich auch schon lange mal einen Beitrag zu schreiben, aber über das Entwurfsstadium ist er noch nicht hinausgelangt.

Xanten: Apropos Lindwurm: Es ist ja nicht nur super, dass es überhaupt eine deutsche Stadt mit x gibt. Sondern es ist auch super, dass mit Xanten eine Stadt der (Obacht, quatschige Übertreibung) besten deutschsprachigen Geschichte aller Zeiten, des Nibelungenlieds, vertreten ist.

Ypsilon: Naheliegend und alternativlos. Was schon länger mal gemacht werden hätte können – so unüberwindlich meine Abneigung gegen die Bundeswehr auch ist: Eine künstliche (hahaha, als wären die nicht alle künstlich) Stadt namens Ypsilon gründen/bauen und dort das Hauptquartier der Bundeswehr einrichten. Das brächte zwei Vorteile mit sich: 1. Man hätte einen Städtenamen für y. 2. Das Unterscheidungszeichen Y der Kennzeichen von Bundeswehrfahrzeugen würde endlich auch auf eine Stadt referieren.

Zwickau: Joa, passt schon. Genau so gut hätte es Zittau werden können. Am unteren Extrempunkt des Alphabets hätte sich diese fast am östlichsten liegende Stadt der BRD gut gemacht. Das hübsch einsilbige Zeitz wäre einfach zu unpraktisch gewesen, weil die stimmlose alveolare Affrikate /t͡s/ dieses Kurzwort nicht nur ein-, sondern auch ausleitet, was ziemlichz ziemlich unästhetisch ist.

Frankfurt Ingelheim Nürnberg.