Kurz notiert (142)

Sieben Jahre bzw. fünf Staffeln zu spät gekommene Idee für ein Promo-Getränk: The Marvelous Mrs. Maisel’s Weisse

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Interessant: Umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben vs. Umsonst isst der Tod, und der kostet das Leben

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Freilich, Johannes R. Becher ist kein übler Name für einen Lyriker, ein wenig hübscher hätte ich dennoch Johannes R. Brecher gefunden

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Verein-deutsche-Sprache-gerechte Sprechgesangszeilen: 🎶 Eins, zwei, drei, / von Neu York in die Germanei. / Willst du mit auf ’ner Feier gießen, / Komm dich doch uns anschließen! / Also lass fließen! 🎶

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Die Kinder der Mitglieder der um die Jahrtausendwende aktiven HipHop-Band Die 3. Generation (u. a. »Vater, wo bist du?«, »Halt’s Maul« und der Big-Brother-Titelsong »Leb!«) mögen bitte eine Band namens Die 4. Generation gründen etc.

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Ihre Paketzustellung wurde aktualisiert

Bei einem Fahrradhersteller bestelle ich einen Fahrradständer. Der Fahrradhersteller versendet den Ständer mit FedEx. Im Laufe des Zustellungsprozesses bekomme ich 15,  f ü n f z e h n ! , E-Mails und zwei SMS über Zustellungsstatusänderungen. Sechs E-Mails vom Fahrradhersteller und ganze  n e u n  E-Mails plus zwei SMS von FedEx. Unaufgeforderte SMS von Versanddienstleistern ignoriere ich grundsätzlich als potenzielle Scams, eine davon enthielt sogar einen Link, auf den ich klicken sollte, hahaha.

Die Betreffs der E-Mails in chronologischer Reihenfolge:

  • Fahrradhersteller, 05.02., 10:16 Uhr: Bestellbestätigung
  • Fahrradhersteller, 05.02., 16:15 Uhr: Deine Bestellbestätigung ist unterwegs zu dir
  • FedEx, 05.02., 19:33 Uhr: FedEx Express hat heute ein Paket abgeholt
  • FedEx, 05.02., 19:46 Uhr (auf 19:33 folgend wäre 19:45 lustig gewesen): Ihre Paketzustellung wurde aktualisiert [mir wurscht?]
  • Fahrradhersteller, 05.02., 20:17 Uhr: Dein Paket ist unterwegs! [ach ja?]
  • Fahrradhersteller, 05.02., 22:01 Uhr: Rechnung
  • FedEx, 06.02., 00:38 Uhr: Ihre Paketzustellung wurde aktualisiert [??]
  • FedEx, 06.02., 07:27 Uhr: Ihre Paketzustellung wurde aktualisiert [?????]
  • FedEx, 06.02., 07:53 Uhr: Ihr Paket wird voraussichtlich morgen zugestellt
  • FedEx, 07.02., 07:41 Uhr: Ihr Paket wird heute zugestellt
  • FedEx, 07.02., 07:42 Uhr: Ihr Paket wird voraussichtlich heute zugestellt
  • Fahrradhersteller, 07.02., 07:55 Uhr: Dein Paket befindet sich in der Zustellung [ach was]
  • FedEx, 07.02., 13:44 Uhr: Ihre Sendung konnte nicht zugestellt werden [nicht da gewesen]
  • Fahrradhersteller, 07.02., 13:45 Uhr: Dein Paket ist angekommen
  • FedEx, 07.02., 22:03 Uhr: FedEx Sendung Zugestellt [um 13:40 Uhr beim Nachbarn abgegeben]

Ja, spinnt’s ihr denn?


Der WordPress-AI-Assistant, der eigentlich meinen Beitrag beurteilen und Verbesserungen vorschlagen soll, ist von diesem Quatsch auch völlig in Beschlag genommen und gibt statt einer Beitragsbeurteilung lieber Tipps für FedEx und den Fahrradhersteller ab:

Das traurige Zitat

»[…] wobei sein Text allerdings vom Sprecher James Earl Jones nachsynchronisiert wurde. In den wenigen Szenen, in denen Darth Vader ohne Maske zu sehen ist, ersetzte man ihn durch den Schauspieler Sebastian Shaw. […]

In den Fechtszenen gegen Mark Hamill trat [Darth-Vader-Darsteller David] Prowse ebenfalls nicht persönlich an, da er im Schwertkampf keinerlei Erfahrung hatte. Dort wurde er stattdessen durch den Profi-Fechter Bob Anderson gedoubelt.« (Wikipedia)

Ein wenig erinnert mich diese Verwendung von David Prowse als Darth-Vader-›Darsteller‹ an das Pornomagazin »Big’uns« von Al Bundy aus der schäbigen, misogynen Serie Married… With Children (Eine schrecklich nette Familie), dessen Slogan Al Bundy jovial jodelt: »Nur Titten, garantiert keine Gesichter!«

Das einleitende Zitat dieses Beitrags beginnt übrigens mit: »In der Star-Wars-Trilogie (1977–1983) verkörpert [David] Prowse die Figur des Darth Vader«. Richtig müsste es allerdings heißen: »In der Star-Wars-Trilogie (1977–1983) trug David Prowse das Kostüm der Figur Darth Vader am Leibe durch die Gegend«.

Den Seinen nimmt’s der Herr im Schlaf

In dem niederbayerischen Dorf, in dem ich aufwuchs, entschied sich einer, gut anderthalb Jahrzehnte älter als ich, gleich nach dem Abitur für den Eintritt in einen katholischen Orden und ließ sich mit allem Pipapo zum Priester ausbilden. Als ich anderthalb Jahrzehnte alt war, kehrte er kurz ins Dorf zurück und feierte seine Primiz, die erste von einem römisch-katholischen Priester als Hauptzelebrant gefeierte heilige Messe. Ein Mordsbrimborium war das, ein Dorffest sondergleichen, fürs leibliche Wohl nach der Messe fürs Seelenheil war u. a. mit Würschteln vom Grill und Bier vom Fass bzw. Spezi und/oder Limo für die Kleinen gesorgt. Statt gewöhnlicher Pfarrer mit eigener Gemeinde zu werden, schlug er die Wissenschaftslaufbahn ein und bekleidet heute einen theologischen Lehrstuhl.

Woran ich mich erinnere: An einem Abend im Sportheim des örtlichen Vereins, in dem ich anderthalb Jahrzehnte Fußball spielte, unterhielten sich zwei über den damals noch Pater gewesenen Herren. Der eine davon war der Schwager des Paters (Pfarrersschwestern dürfen ja heiraten etc.) und Mittelfeldregisseur, der vor seinen Jahren beim Heimatverein in der drittuntersten Liga mal Landesliga-Recke gewesen war (in der immerhin sechsthöchsten Spielklassenebene!), der andere ein normaler Fußballer, wie ich, der dem Gespräch zuhörend beiwohnte.

Der Normale, ein raubeiniger rechter Verteidiger und Teil des Abwehrbollwerks der Ersten Herrenmannschaft, interessierte sich freilich irgendwann bzw. alsbald für die sexualen Aspekte des priesterlichen, genauer: des Lebens des in Rede stehenden Paters, und erhoffte sich schwägerliche Information oder immerhin biergeschwängerte Lacher. Personen mit Hoden produzieren bekanntlich ab der Geschlechtsreife in einer Tour Sperma, das irgendwann irgendwohin, jedenfalls exkorporiert werden muss.

Jetzt ist zölibatär lebenden Menschen neben der Ehe auch die geschlechtliche Betätigung untersagt, worunter, der Dorfvereinsmeinung nach jedenfalls, ebenfalls die Selbstbefriedigung fällt. Wie begegnet aber der Zölibatäre dem Problem, das sein Leib auf die Verpflichtung seiner Seele pfeift und perpetuierlich Spermatogenese, i. e. fortwährende Samenproduktion, betreibt?, begehrte also der Normale schmunzelnd zu wissen. »Mei, im Schlaf wird’s es ihm schon raushauen!«, sah sich der Schwager gezwungen, jovial zu spekulieren, weil er über die unterhöslichen Zustände seines ordinierten Schwähers freilich kaum Bescheid wusste.

Nr. 5 hat auch eine Macke

Nachdem ich mein aktuelles Smartphone, Nr. 5, bereits mehrfach gebührend gelobt habe (vgl. Nr. 5 ist da!, Nr. 5 gewöhnt sich ein! und Abermals Smartphone) und erst einen Tadel aussprechen musste (vgl. Jetzt schlägt’s 25, Nr. 5!), sehe ich mich zu einem erneuten Rüffel gezwungen: Und zwar hat das Gerät eine schwachsinnige Macke, über die ich nicht anders denken kann als: »Wer denkt sich denn sowas aus?!?! Das ist doch genau andersrum, als eins’s bräuchte!!«

Es geht um die Vibrationsfunktion. Ist das Gerät im Signaltonmodus, vibriert es bei eingehenden Anrufen oder Nachrichten ordentlich, so dass ich es in körpernahen Taschen auch spüren kann. Die Vibration ist dabei dem Anruf- bzw. Nachrichtenton angepasst, beim Bimm-Bamm von Nachrichten etwa vibriert es entsprechend zweimal. Ist das Gerät allerdings auf Vibration geschaltet, vibriert es bei Anrufen merklich schwächer als im Signaltonmodus und bei Nachrichten, das regt mich wirklich auf, macht es nur ein einziges mal kaum spürbar [br]. Dabei müsste es doch gerade im Vibrationsmodus vibrieren, so dass ich es auch merke. Und warum vibriert es nicht einfach so wie im Signaltonmodus analog zu den Signaltönen? Wer denkt sich denn sowas aus?!?! Das ist doch genau andersrum, als eins’s bräuchte!!

Was mir übrigens im Studium immer auf die Nerven ging, war, wenn in der Universitätsbibliothek Leute ihre Smartphones zwar stumm, aber bloß auf Vibration geschaltet haben, und alle Umsitzenden, ach was: der ganze Saal jede einzelne eindonnernde Nachricht mitbekam und dann schreiben heutzutage ja alle ohne Absatz mit Enter = Senden und statt dass sie mehrsätzige Nachrichten mit Punkten und Kommas schreiben hauen sie nach jeweils drei bis vier Wörtern auf Enter = Senden und die Empfänger*innensmartphones stehen nicht mehr still aber halt ich werde kulturkonservativ, also Stopp.

Was ich übrigens extrem albern finde und mir eingefallen ist, als ich oben »Rüffel« geschrieben hatte: Am ersten Tag meiner Berufsausbildung, ich war ein Bub von 16 Jahren, kam der Firmenchef und Chefausbilder, nachdem er mich kurz hatte warten lassen, zu mir, um mich irgendwo einzuweisen, und entschuldigte sich fürs Warten lassen damit: »Ich habe dem Herrn U. noch einen Rüffel erteilen müssen.« Mit Verlaub, aber als Niederbairisch sprechender Handwerksmeister im ländlichen Niederbayern spricht man nicht so.

Warum heißt es (11)

Warum heißen sie noch CDU/CSU/AfD/FDP und nicht Die Misogrünen

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Warum heißt es DDR-Haarmodenmix und nicht Ostfriesenmischung

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Warum heißt es Epistemologie von Saurons Soldaten und nicht Orkenntnistheorie

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Warum heißt es Alpenrock und nicht Brez’n’Roll
(Schade, dass Alpenrock eher Österreich- und Brezeln eher Bayern-assoziiert sind, weswegen dieser Witz letztlich nicht so richtig funktioniert.)

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Warum heißt es Bierzelt-Demagogen und nicht Prostfaschisten

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