Als Grundschulbub forderte Mutter mich mal wie so oft auf, den Müll rauszubringen. Weil ich aber gerade Meat Loafs »I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)« in der Albumversion gestartet hatte und es nun mal fertig hören wollte, plärrte ich, gewitzigter Blödian, der ich war, aus meinem Zimmer: »Jaaa-aa, in 11 Min. 30!«
Was in der FAZ imo passieren soll
Hoffentlich überlebt die FAZ lange genug, dass in ihrer Leserbriefrubrik »imo«, »imho«, »afaik« und gar »imao« die Anachronismen – wo nicht dinosaurierartigen Ungetüme! – »meines Erachtens« und »meines Wissens« verdrängen können. Und hoffentlich muss der Verein Deutsche Sprache das auch noch erleben! Den dorthinnigen Ein- bzw. Siegeszug von »tbh« fände ich auch schön tbh
»Matratze« bzw. Turnmatte

5. Klasse, ein Mitschüler hat im Sportunterricht Scheiß gemacht und muss zur Strafe die zuvor gelernte (?) Übung vorturnen, und zwar korrekt kommentiert. »Ja, dann gniad ma si dò so aaf de Matratzn hii …«, versucht er es mit ostentativer Wurschtigkeit. Als nächster musste ich eine Strafübung vorturnen, weil ich wegen der Übungskommentierung des Mitschülers so viel und laut lachen musste. Das war aber nicht die Begebenheit, bei der mir derselbe Sportlehrer vor Wut über meine feixende Unaufmerksamkeit mit einem Handball fast den Kopf von den Schultern geworfen hätte. Er warf ein klein wenig daneben, den Einschlag an der Wand habe ich noch im Ohr. Und wenn die Turnhalle noch nicht abgerissen ist, dann lebt der Abdruck noch heute.
1/5 Handbällen, würde 0, wenn’s ginge.
Spät an der Realität zerschollener Kindertraum
Gerade wurde mir klar, dass Bret »The Hitman« Hart, den ich als Kind immer als sympathischen, freundlichen, netten Wrestling-Typen mit cooler Sonnenbrille wahrgenommen hatte, ja Bret »Der Auftragsmörder« Hart heißt, und das ist ja überhaupt nicht sympathisch, freundlich und nett.
(Vgl. auch: Danger, distress, endangerment, harm’s way, imperilment, peril, risk, trouble)
Den Kapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Baby auf
Unser Baby schreit auch gar nicht mehr, wenn es Hunger hat. Es fragt, ob es der Wirtschaft und ihren Gewinninteressen zuzumuten wäre, dass wir ihm ein Milchangebot machen. Auch wenn es hart für es war, das zu lernen.
Danger, distress, endangerment, harm’s way, imperilment, peril, risk, trouble
Als ich mit über 30 Jahren erfahren habe, dass der Titel des recht läppischen Frank-Elstner-Nachmittagsquizzes »Jeopardy!«, das ich als Kind auf mich einrieseln lassen hatte, auf Deutsch »Gefahr!« bedeutet, das hat was mit mir gemacht.
FAKT
»Livin‘ on the Edge« von Aerosmith ist die Einenglischung des italienischen Volksliedes »Vivere sull’Adige«, das das eigentümliche Leben an der südtiroler Etsch besingt.
Social-Media-Nazis
Weil promovierte AfD- und sonstige Nazis es nie lassen können, überall ihrem Namen den akad. Grad beizustellen: die absolute Mehrheit der AfD würde direktemang in die Doktatur führen!
Strohhalm
Vorschlag zur Güte: Kevin Kühnert will sich für die Aufhebung des EU-Verbots von Plastikstrohhalmen einsetzen. Etwa die beliebte Capri Sun solle dann wieder in alter Würde und Gloria ausgeliefert werden können.
Dann müsse es »aber auch mal gut sein« mit der Kritisiererei an der Taxonomieänderung bezüglich Gas und Atom, so der SPD-Generalsekretär. Demokratische Politik bedeute nunmal oft Sachzwänge und Mehrheitsentscheidungen, über die sich einzelne Mitgliedsstaaten nicht einfach hinwegsetzen könnten.
Und zum Thema Brückentechnologien müsste die eine oder der andere vielleicht noch mal den Hirnkasten einschalten statt bloß Populismus zu betreiben. Die Energiewende zur globalen Klimaneutralität sei eben nicht für umsonst zu haben, wie der ehemalige Juso-Chef bei Markus Lanz ausführte.
Beitrag in »konkret«
Wer mich schon immer mal von der Hand Leo Leowalds portraitiert sehen wollte, kann das in der aktuellen »konkret« tun:

Mein Text »Die Betriebsphilosophin« über Svenja Flaßpöhler ist einer der auch online veröffentlichten Texte: https://www.konkret-magazin.de/670. Dort leider ohne Leowald-Portait.
