Willst du mit mir gehen?

Willst du mit mir gehen?
( ) ja
( ) nein

Hast du ein Bidet im Bad?
( ) ja
( ) nein

Die Kritische Theorie ist die beste Theorie.
( ) ja
( ) nein
( ) «[…] soweit es auf der subjektiven Seite heute überhaupt so etwas wie eine Schwelle, wie eine Unterscheidung zwischen dem richtigen und dem falschen Leben gibt, ist sie wohl am ehesten darin zu suchen, ob man blind nach außen schlägt – und sich selber und die Gruppe, zu der man gehört, als Positives setzt und das, was anders ist, negiert –, oder ob man statt dessen in der Reflexion auf die eigene Bedingtheit lernt, auch dem sein Recht zu geben, was anders ist, und zu fühlen, daß das wahre Unrecht eigentlich immer genau an der Stelle sitzt, an der man sich selber blind ins Rechte und andere ins Unrechte setzt.»*

Kreuze gleich an und sei mit drei Richtigen im pool of candidates!

* Adorno, Theodor W.: Probleme der Moralphilosophie (1963), hrsg. von Thomas Schröder, in: Theodor W. Adorno: Nachgelassene Schriften, hrsg. vom Theodor W. Adorno Archiv, Abteilung IV: Vorlesungen, Band 10, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1996, S. 251.

Bidet

Es ist, wie es ist, Freunde: Ich bin an einem Punkt angelangt in meinem Leben, an dem ich ein Bidet nicht nur gerne besitzen, sondern auch benutzen würde; und zwar nicht ~nur~, um mit eingezwicktem Monokel, Brillenbügel im einen Mundwinkel, Zigarre im anderen, angesilberketteter Taschenuhr und Einstecktuch im Frack sagen zu können: «Junge Dame, junger Herr, ich  b e s i t z e  nicht nur ein Bidet, sondern ich  b e n u t z e  es auch regelmäßig! Wissen S i e überhaupt einmal, wie man Bidet schreibt überhaupt?»

Sicher, damit würde ich gerne auch alle indignieren, die von diesem Thema gar nichts wissen wollen, aber zugleich geht doch nichts über morgend-/abendliche Intimwäsche! Da sind zumindest schon einige der fünf (oder sieben? Hm, ich glaube, die Sieben, das waren die sieben Öffnungen unseres Kopfes, auf die er in einem anderen Text verblüffenderweise hinwies) Stellen dabei, die Max Goldt, Spezialist für tägliches Betragen, für die morgendliche Reinigung empfiehlt.

Größter Mist, den ich seit langem lesen musste

«Aussprache und Schreibweise von ‹LaTeX›:
Die Zeichen T, E, X im Namen kommen von den griechischen Großbuchstaben Tau, Epsilon und Chi, so wie sich auch der Name von TeX aus dem griechischen τέχνη (Geschicklichkeit, Kunst, Technik) ableitet. Aus diesem Grund bestimmte TeX-Erfinder Donald E. Knuth die Aussprache als [ˈlaːtɛx], das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›) wie im Neugriechischen. Dagegen äußerte Leslie Lamport, er schreibe keine bestimmte Aussprache für LaTeX vor.
Die von Knuth bestimmte Aussprache bereitet nichtgriechischen Muttersprachlern oft Schwierigkeiten. Daher herrscht im Deutschen die Aussprache [ˈlaːtɛç] mit einem stimmlosen palatalen Frikativ vor (‹Ich-Laut›), im Englischen die Aussprachen [ˈlɑːtɛk] oder [ˈleɪtɛk]. Die Aussprache mit x [ks] ist unüblich.» [Quelle: WiXiPeDiA]

Einen dümmeren Geheimclub-Geheimcode als «LaTeX» gibt es ja wohl nicht! «Hehe wieder so ein n00b wo nicht weiß wie man LaTeX ausspricht hehe». Ja zefix, wenn ihr wollt, dass man das Wort «[ˈlaːtɛx], das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›)» ausspricht, dann verschriftlicht es halt in Gottesnamen nicht mit lateinischen Buchstaben, zefix! Und wenn es das letzte Wort ist, das ich je ausspreche, weil ihr mir danach die Deppenzunge rausschneidet, ich werde immer [ˈlɑːtɛks] sagen ÄLLERBÄTSCH

PS: Das bairische «zefix» spricht man übrigens [ tsɛˈfix], «das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›)», nur damit ihr es wisst.

#TeamLeslieLamport

Salon du Fromage – The Schlechtest Of, Pt. 1

Anlässlich Allerheiligen, des Tages, da nachmittags an den Gräbern der Toten gedacht wird, entrümple ich meine Entwürfedatei! Nachfolgend teilweise haarsträubender Mist, den ich mich nie zu posten getraut habe. Da ich selbst derjenige bin, dem man auf Facebook seinen unpostbaren Quark per PM schicken kann, bin ich diesbezüglich leider angeschissen. Und ihr auch, denn ich muss mein Unpostbares nun hier loswerden. Et voilà, vielleicht ist ja für die ein oder andre was dabei:

Falls Marihuana endlich mal legalisiert wird: melde Titelschutz für «Chiller-Jahrbuch» an. [Erklärung: Es gibt das germanistische «Schiller-Jahrbuch».]

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«Ihr Sohn ist ein OKtober!»
«Hä?»
«Na, er tobt ganz OK.»

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Giesgram der Grobe, Herrscher über die ihm Wahldebakelgebirge gelegene Wahlgrafschaft Wahlgeiergrab (nach: Werner, beinhart)

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Franzbrötchen vs. Franzbranntweinchen

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«Mag er Quark?»
«Magerquark»

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Allgemeinpost: Wenn du immerzu zum Mot extravagant greifen willst, dabei aber kaum je das Mot juste, sondern fast stets das Mot non-juste erwischst, dann wirkst du halt nicht, als wärst du besonders oder außergewöhnlich oder gar interessant, sondern dann wirkst du halt dumm; womöglich sogar so, wie du bist.

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Hey Leute, ich setz mich hin und schreib einen Essay zum Thema «Spätkapitalismus oder Internetgesellschaft?», habts ihr gute Thesen auf Lager oder soll ich jemanden grüßen

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Robert Gernhardt schmiss die Schnuffis durch den Club und schrie «Bow! Bow!»

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Michel Foucault: «Übernachten und Schlafen»

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Was ich nicht lese, macht mich nur härter.

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Bilden Sie mal einen Satz mit Ingeborg Bachmanns «Malina»

Liegt Ivan nächtens trunken da,
Nehm ich ’n Stift und mal ihn a!

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Die Neo Thrasher Machine Head nehmen eine neue Zwölfton-Version eines ihrer bekanntesten Songs auf; die Neuversion heißt «12 Ton Hammer»

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– «Hallo Nachbar!»
– «Grüß Sie!»
– «Sie, sang Sie mal, Ihre Weide ist ja völllig kaputt, ham Sie die nicht letztes Jahr erst eingepflanzt?»
– «Ja, aber das muss so, es ist eine Eingehweide!»

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Nominativ
Genitiv
Dativ
Akkusativ
Zweifel
Ernst
Schaden
Un

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Semino Rossi, Il Dottore dei Cuori

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Wer bringt eigentlich Kokosnüsse auf die Palme?

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CO2zeiler

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bestatten: Dr. best. crem. Andreas Lugauer (Urniversität Unterdieërding)

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«Andreas Lugauer. Gesammelte Werke. Bde. 19–22: Nachlässige Schriften, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2090.»

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Schwed/innen, deren Gelenke gerne laut knacken, beispielsweise beim Treppensteigen, sind nah am Wasa gebaut.

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Der Ranzn ist mehr als die Summe seiner Taille.

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Wir leben in der besten aller möglichen Welten (Leibniz, Scherzkeks)
(aus der Reihe: Witze, die wohl schon so oft durch philosophische Seminare schallten, daß man schon ein eisenharter Hund sein muß, um sie auf Facebook zu posten)

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Es ist erstaunlich, daß kaum jemand weiß, wie ein Heizkörperregler, Thermostat genannt, funktioniert.
Damit es nicht immer heißt «Der Lugauer postet in einer Tour nur Krampf, dem sollte man endlich die Finger abschneiden, damit er nicht mehr tippen kann!», dies: Ein Heizkörper wird auf Stufe 5 nicht wärmer als auf Stufe 1. Er heizt nur desto länger, je höher der Regler aufgedreht ist. Jeder Stufe des Reglers ist eine Temperatur zugeordnet, und wenn die im Raum erreich ist (der Regler erkennt das), dann macht das Ventil im Regler, durch das das Heißwasser in den Heiß-, Quatsch: Heizkörper gelangt, zu und der Heizkörper wird langsam kalt.

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[Latschenfotos] Gehen die noch oder neue kaufen? Schreibt’s mir in die Kommis! ;–)
«Du Saukrüppel, so ham wir dich nicht erzogen! Nicht nur, daß du in solchernen Latschen immer noch rumläufst, sondern auch, daß du’s de Leut auch noch zeigst! Was solln denn die von uns denken?»
«Aber es weiß doch überhaupt niemand, ob das nicht einfach irgendwelche alten Latschen sind oder meine tatsächlichen! Da greif’ ich lieber ein paar Likes ab, v.a. mit der hübschen Ambiguität von ‹gehen›!»
«Dir like i glei oane – links und rechts und links a nomal!» 
[Erklärung: Hier wollte ich meine uralten, wirklich abgeranzten Hausschuhe posten. Offenlegung: Ich trage sie immer noch.]

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Falls jemand wissen will, wie es sich anfühlt, ~noch nie~ eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone bekommen zu haben: PN, DruKo und DrüKo sind offen!

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Rätsel des Tages (Infoscreen U-Bahn Nürnberg, 04.03.18)
Wieviel Uhr wird es 71 Stunden nach 17 Uhr abends sein Antwort: 16 Uhr. (Keine Pointe.)

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Abtönungspartikeln und Textmarker so ein bißchen raus aus den Universitäten irgendwie! Also ich persönlich fänd das ein Stück weit sehr spannend, muß ich sagen.

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Meine Pinnwand soll euch auch immer Heimat sein, ein Ort des Zurück- und Ankommens, des Auftankens und Batterieladens, aber auch des Ausblicks vom sicheren Hochsitz aus in die Ferne, das Fremde, Widerliche, Bedrohliche, Grauenerregende, Unmenschliche, Verschlingende, Devastasierende, Zermörsernde, Verdorrte, Verfaulte und Verfaulende undsoweiter.

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Kurz notiert (8)

Besenreiser – die Kehrseite des Curling-Sports

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Waschbeton, aber für in die Spülkammer der Waschmaschine

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gelangweilt wirken, aber als angeödet Teppiche mit Muster herstellen

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Großeltern und der Ekeltrick – die totgeschwiegene Gefahr

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Psychogrammm, aber als Maßeinheit für die Masse von mentalen Inhalten
Verw.-Bsp.: Bei der Intelligentenvereinigung Mensa in Deutschland e.V. dürfen nur geistige Schwergewichte von mindestens 130 Psychokilogramm mitmachen.


Kategorie: Kurz notiert

Ich küsse deine Augen

«Ich küsse deine Augen!»
«Die zuen oder aufen? oˍO
Weil wenn die aufen, dann bin ich raus. Da kriegst du ja sofort Bindehautentzündung. So wie die jungen Japaner_innen, die 2013 das sogenannte Eye Ball Licking praktizierten.»
«Diese Geschichte stimmt ja gar nicht, sie hat sich als Hoax herausgestellt.»
«Und selbst wenn – Bindehautentzündung kriegst du bestimmt, wenn du dir in den Augen rumzüngeln lässt! Und wenn du sie dann hast, behauptet alle Welt wieder, du hättest Fäkalbakterien ins Auge gekriegt und hält dich für einen kranken Perversling. Da sagst du dann auch nicht einfach: ‹He, das stimmt ja gar nicht! Die hab’ ich, weil mich so ’n Typ in die Augen geküsst hat!›»
«Was für ein Schmarrn! Bindehautentzündung kann man doch von allem möglichen bekommen. Da langt’s doch schon, wenn man sich vor dem Zubettgehen mal die Augen reibt und vorher vergessen hat, sich 30 Sekunden lang die Hände zu waschen. Die Bakterien bockt’s dann voll an, wenn man die Augen die ganze Nacht geschlossen hat und sie vermehren sich in der warmen Feuchte wie PU-Schaum.»
«Ja natürlich. Aber sag das mal ‹den Leuten›! Die tuscheln doch dann sofort nichts wie: ‹Hehe, wieder beim Facesitting den Stuhl gemacht und dabei zu genau ‹reingeschaut› hehe›. Außerdem vermehrt sich PU-Schaum nicht, sondern dehnt sich aus.»
«Das war ja auch nur so eine Metapher.»
«Aha, aber nur eine sehr schlechte. Es ist ja nicht so, dass du am nächsten Morgen aufwachst und durch die ganzen vermehrten Bakterien nicht mehr durchsiehst und ein mit Bakterienschaum ausgespritztes Auge hast.»
«Oh man, jetzt nimm halt nicht immer alles so genau – es war ja auch als Kompliment gedacht!»
«Dass ich PU-aufgeschäumte Augen hab’ in der Früh?»
«Uff… nein! Dass ich deine Augen küsse!»
«Ja, danke. Und ich versuche die ganze Zeit, dir zu erklären, dass ich das voll eklig finde!»
«Es ist ja auch nur eine Metapher für deine wunderschönen Augen!»
«Ach, eine Metapher also wieder… Und… wie kommst du von den schönen Augen zum Augenabschlabbern?»
«Naja, sie sind halt so schön, dass ich sie küssen würde.»
«So so, und würdest du auch meine Haare küssen? Die gefallen dir doch auch ganz gut.»
«Aber nein! Da hätt ich ja hinterher welche im Mund, und wenn man die in den Rachen kriegt, kriegt man sie ja nie wieder raus.»
«Und würdest du meinen, wie du letztens sagtest: Superarsch küssen, so mitten rein?»
«Wuäh! Willst du, dass ich Durchfall krieg’? Außerdem will ich die Haare auch nicht im Rachen haben…»
«Aber meine Augen küssen wollen!»
«Aber das hab’ ich doch nur so gesagt!»
«Ach! ‹Nur so gesagt› hat er das Kompliment also! Willst du mich eigentlich verarschen?»
«Jetzt fang nicht wieder mit dem Arschthema an!»

… Hier soll die Kolportage dieses Dialogs nun, obzwar er noch eine ganze Weile so weiterging, enden, denn diese beiden hält ja kein Mensch aus. Wenn Sie mich fragen, sollten sie sich jeweils nach jemand andrem umschauen, denn mit ihnen prallen ja  W e l t e n  aufeinander. Wünschen wir ihnen das Beste!

Hu-bert Ai-wan-ger, des. stellvertretender Ministerpräsident Bayerns

Die CSU nimmt nach der bayerischen Landtagswahl Koalitionsverhandlungen mit den Freien Wählern auf. Designierter stellvertretender Ministerpräsident ist Hubert Aiwanger. Hier meine offizielle Stellungnahme dazu:

Na su-per, mit ei-nem stell-ver-tre-ten-den bay-risch-en Mi-nis-ter-prä-si-den-ten Hu-bert Ai-wan-ger ste-hen uns ja fünf Jah-re vol-ler Stel-lung-nah-men in den Schwei-ne-stall, par-don: ins Haus, in de-nen die-ser nie-der-bay-risch-e Land-wirt säm-tlich-e Sil-ben be-tont, die es gibt, weil er die deu-tsche Spra-che nur vom Schrei-ben her kann.

ACHTUNG, Ausnahmeservice! Hier ein Link zu diesem Beitrag, eingesprochen von mir mit Original-Hu-bert-Ai-wan-ger-Voice!

Samstagabend-Funfact: Chipsspeisepläne bei Philosophens

Bei Hegels gab’s samstagabends vorm Fernseher nach gut dialektischer Sitte im wöchentlichen Wechsel Chipsfrisch garisch, Chipsfrisch ungarisch und Chipsfrisch syngarisch. Davon war der alte G.W.F. zeit seines Lebens nicht abzubringen!

Bei Freuds sah es ähnlich aus wie bei Hegels, nur bestand der Chipsplan bei ihnen aus Essig-, Ichig- und Überichig-Chips, wobei die Essig-Chips zwar traumhaft mundeten, die Überichig-Variante aber schon arg nach alten Eisenbahnwaggonpolstern schmeckte. Sigmund jedoch akzeptierte dies und gab sich damit zufrieden, dass mehr, als sich dies bewusst zu machen, nicht „drin“ war.

Gretel Adorno hingegen musste ihrem Theodor W. die eine Woche Essich-Chips und die andere welche mit Barbarcue-Geschmack kredenzen (Barbeculture-Flavour lehnte er, unerbittlich auf ihre Lüge insistierend, stets ab).

Effi

Effi, der Vorname der Effi Briest aus Theodor Fontanes «Effi Briest», ist übrigens eine Abkürzung. Kein Mensch heißt nur Effi, nicht mal Effi Briest. Die Langform ihres Vornamens ist: Effizientia. Als Fontane sein Buch «Effizientia Briest» den Verlagen anbot, schickte man ihn aber stets wieder heim. «Haha, der Titel! Mit dem bleibt uns das Teil in den Regalen liegen wie ein Sack Heine! […] Woher wir das wissen wollen? Haben Sie schon mal von Algorithmen und Consumer Behaviour Analysis gehört? – Nein? Das dacht’ ich mir. Ja dann tschau, ne, Herr Fontaune! Pardon: Fontane.» Nachdem ihm die Abweisungen dieser Art zu bunt geworden waren, setzte er sich, nicht unpfiffig, an den heimischen Schreibtisch, kürzte den Titel zum flotten Dreisilbler zusammen und machte sich mühsam auf die Suche nach jeder «Effizientia», um auch diese alle zu kürzen. «Joa», sagte der Grobian von vor einem Satz, als Fontane abermals vorstellig wurde, «so könnt’s klappen! Dass es innen so langweilig ist, wissen die Kund_innen im Laden ja noch nicht.» Und so nahm das langweilige Unglück seinen langweiligen Lauf.