Wissenswertes über Wespen

Dass es momentan besonders viele Wespen gibt, hat übrigens nichts mit der langanhaltenden Hitze zu tun, wegen der sich diese «Hautflügler» (Internet) besonders gut vermehren könnten. Lasst euch da nicht von Kachelmann oder irgendwelchen selbsternannten Naturologen einmotten!

In echt kommt die «Wespenplage» (Lokalzeitungen) vom Hesperiden-Schauer, der jährlich im August vom Meteoritenschwarm gleichen Namens erzeugt wird (im Volksmund fälschlicherweise als «Perseiden» bekannt). Und das kommt so:

Rauscht die Erde augustens durch die Hesperiden, entstehen am Himmel «Myriaden» (Th. Mann) von Sternschnuppen, die man in wolkenlosen Nächten sogar SEHEN kann. (Bei Sternschnuppen tagsüber hingegen ist man angeschissen, die sieht nur unser Mann im All, Alexander Gerst.) Jede dieser Sternschnuppen nun entlässt bei ihrer Explosion «Fantastilliarden» (a.a.O. und Dagobert Duck) Wespen in die Atmosphäre. Diese sehen dann zu, dass sie in die Troposphäre runterfliegen, denn in den oberen Schichten der Atmosphäre kriegen sie überhaupt keine Luft und auch sonst nichts zum Leben (weiterf. Details bei Michael Ziegelwagner in seiner 1,0-Humorkritik aus der aktuellen «Titanic»). Und da haben wir sie nun zu «Zehntausenden» (kl. Mädchen in der U-Bahn)!

«Und warum heißen sie WESPen, wo sie doch angeblich ausm HESPeridenschauer kommen?» Wegen der Italiener! Die können das «h» am Anfang des griechischen Originalworts hesperides nicht aussprechen. Esperidi fanden sie aber doof, weswegen sie es kurzerhand als vesperidi einitalienischten. Als die vespi schließlich über den Brenner geflogen kamen, tauschten sie ihr «v» gegen «W» (Vespen erinnerte sie zu sehr an die mittelalterlichen Vesten), und seither wesen sie hier als Wespen fort.

Wespen gefällt es übrigens überhaupt nicht, über der Erde ausgespien zu werden. Ihr Leben im Hesperidenschwarm ist so sorgenlos und sie brauchen sich, gemütlich durchs All treibend, keinerlei Gedanken zu machen! Daher sind sie nach ihrer Niederkunft so aggressiv und stechen alle, die nicht bei drei im Haus sind oder sie zuvor erschlagen haben.

MythBuster (2)

In Zahnseidebhältern befindet sich, entgegen der stadtlandflussläufigen Auffassung, keine Spule, auf der das Zahnnylon (!) aufgewickelt wäre. Sondern die Moiren, die drei Schicksalsgöttinnen Klotho, Lachesis und Atropos, sitzen drin! Klotho nun spinnt den Nylonfaden, Lachesis bemisst ihn und Atropos schneidet ihn auf Lachesis’ Befehl hin durch. Weil Lachesis recht launig ist, kann die Zahn“seide“ zu den merkwürdigsten, mitunter abwegigsten Zeiten plötzlich app sein (z.B. bereits 7 oder erst 3000 Tage nach Neukauf, oder wenn man vorm Schmusen dummerweise vorne was zwischen den Zähnen hat). Und da machste nix!
Wer jetzt daherschlaumeiert: «Ja abba bei duichsichtichn Behälldan, do siecht ma’s ja, wie sich die Spuuln drinna drejht!», hat erstens noch nie in so einen Behälter reingeschaut, und zweitens keine Ahnung von der Macht der Moiren. Eine läppische optische Illusion von einer Nylonspule werden die ja wohl leicht hinkriegen. Reinzuschauen würd ich jetzt aber auch keinem empfehlen, weil, entfesselte Moiren, da heißt’s schnell: schnipp-schnapp, Faden app!
(Btw: Ist wer bei Wikipedia und kann den Eintrag /wiki/zahnseide entsprechend berichtigen?)

Über den Rummel

Freitagabend war ich zum ersten Mal seit ich glaub 6 Jahren mit Freunden aufm Rummel. Nürnberger Frühlingsfest nennt sich der hier. Das Wort Rummel benutzte ich heute zum allersten Mal überhaupt, sonst wegen meiner Herkunft halt immer Volksfest, deswegen schreibe ich es hier zum dritten Mal: Rummel. Oh man dachte ich jetzt muß ich auch wieder lustige Post schreiben über was ich aufm Rummel (4) erlebte. Weil in letzter Zeit war es paar Mal schon vorgekommen daß Leute mir was „Lustiges“ erzählt hatten und dann gemeint hatten ich solle da mal lustige Beitrag drüber schreiben. Ja richtig, seit ich im Internet aktiver bin Weiterlesen

Broken-Window-Theory

Prank für diejenigen unter den Lesis, die sonst schon alle Pranks durchhaben:

Gehe in das wohlhabendste Viertel Deiner Stadt und schmeiße an drei unterschiedlichen, aber strategisch klug gewählten Stellen je ein Fenster ein. Gemäß der Broken-Window-Theorie wird das Viertel anschließend langsam zu einem gemütlichen Glasscherbenviertel hinüberranzen, eventuell sogar bis zur völligen Verwahrlosung.
Profi-Tip: Schmeiße für jedes reparierte Fenster zwei andere ein! Broken-Window-Abranzen funktioniert nur, wenn eingeschmissene Fenster «Bestand» haben.

(Wer diesen Prank schon erfolgreich hinter sich gebracht hat, nehme sich den nächsten Schwierigkeitsgrad vor: eine Gated Community.)

Musique rapide et violente

Ich, am Abend des 22.3.2018 mit Großmutter telefonierend: «Also, ich muß jetzt leider los.»
Großmutter: «Na freilich, dann will ich dich nicht mehr aufhalten. Was machst du denn noch?»
I: «Mit Freunden auf ein Konzert gehen.»
G: «So, wer spielt denn?»
I: «Ach, kennst du glaub ich nicht, sind aus Brasilien.»
G: «Aus Brasilien? Na, da bin ich gespannt, was du an Ostern davon zu erzählen hast!»
(Gespräch nicht ausgedacht, nur ins Standarddeutsche übersetzt.)

Ostermontag, Dorfwirtschaft Zur Linde, Familienessen: Hey Oma, also die brasilianische Band, auf deren Konzert ich am 22. März war, war Sepultura. Das ist portugiesisch und heißt Weiterlesen

Warnung

Erst wenn auf den Fahrradwegen in den städtischen Parks und Anlagen der letzte Radler unterwegs gewesen sein wird ohne neongelbe Warnweste, ohne Fahrradfunktionskleidung, ohne Helm mit neongelbem Regenüberzug, ohne neonfarbenen Hosenbeinclip mit Reflektor (rechts), ohne regendichte Gepäcktasche (links), ohne Flugzeugscheinwerfer, der direkt in die Augen der Entgegenkommenden gerichtet ist, ohne vor jeder nicht einsehbaren Kurve schrill zu klingeln, um das eigene Fahrradwegbenutzungsrecht aggressiv einzuklagen und ja nicht bremsen zu müssen, und ohne sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 20 km/h fortzubewegen – erst dann werdet ihr merken, daß [Fragment]

Twitterpapst

Papst Franziskus hat auf Twitter neun Accounts (je einen für alle 9 Sprachen, alle folgen jeweils nur den anderen Papstaccounts). Weil im Vatikan Latein Amtssprache ist, ist darunter mit @Pontifex_ln natürlich auch ein lateinischer. Dessen bislang erfolgreichster Tweet stammt aus dem Jahr 2016 und lautet: «Quid hic 1 bios est?»

Anmerkung: Ich muß wohl nicht extra vorrechnen, was es bedeutet, daß er ausgerechnet neun Accounts hat, mach’s aber trotzdem:
9 = 3 x 3
3 + 3 = 6
3 x 6 = 666
#QED #wearedoomed

Anmerkung 2: Falls jemand mit Latinum Bock hat, mal wieder ein bißchen was zu übersetzen, die Lateinkenntnisse jedoch nicht mehr optimae sind: der deutschsprachige Account @Pontifex_de bietet zu jedem lateinischen Tweet die deutsche Komplettlösung!