k > c

Contactlinsen, Vercehrs Verkehrsschilder Richtung Centrum – das irisierende, behutsam umhändend in seinen Bann ziehende Substitut des soldatesk stiefelnd gebieterischen k, das c, es funcelt auch das häßliche ›Kameraderie‹ zum opalesquen, zumindest oder immerhin wortformal hübschen und freilich fremdsprachlichen ›camaraderie‹ empor.

Die Goldene Erbse

Es gibt einen Preis namens »Goldene Erbse«. Preisträgerin u.a. ist Jette Joop. Was geschulten Ohren klingt wie »Goldene Himbeere«, »Goldener Aluhut« oder »Goldener Günter« (hahaha*) und vermuten lässt, Jette hätte irgendetwas Unethisches gemacht und sei dafür negativausgezeichnet worden, ist in Wahrheit: der Berliner Märchenpreis. »Die Goldene Erbse – basierend auf Hans Christian Andersens Märchen Die Prinzessin auf der Erbse – steht für Sensibilität und die Vermittlung ethischer Werte. Die Direktorin Silke Fischer würdigt mit dem Ehrenpreis Goldene Erbse Menschen, die mit sozialem und kulturellem Engagement Hoffnung schenken.«

Hiermit rufe ich den »Goldenen Arschtritt« für besonderen Mut und pfiffige Listigkeit aus, und wer den nicht als Hänsel-und-Gretel-Preis erkennt, ist selber schuld.

* »Seit 2008 verleiht DWDL.de jährlich den Negativpreis ›Goldener Günter‹ an Personen, Marken und Unternehmen, deren Leistungen – in Anlehnung an eine Fernsehkritik des ehemaligen ARD-Programmdirektors Günter Struve – ›ziemlich ui-jui-jui‹ waren.« Lol was soll diese Kindersprache, Herr Programmdirektor.

(Alle Informationen und Zitate der Wikipedia entnommen.)

Kritik der Literaturwissenschaftler-Coautorschaft

Wenn ich Karl-Heinz Hucke und Olaf Kutzmutz heiße, schreibe ich doch nicht gemeinsam einen Artikel für ein Literaturwissenschaftslexikon. Wie sieht denn das in den Fußnoten der Bücher und Aufsätze aus, »Hucke/Kutzmutz«, hallo. Ein Zaubereibuch hingegen ginge vielleicht, »Huckes und Kutzmutz’ Großes Zauber Buch für Anfänger [mit vielen Tricks zum leicht daheim Nachzaubern!]«, wer würde es nicht gerne den Nichten und Neffen schenken, hukuskutzmutz fidibutz

Kurzkritik zu Anke Stellings »Schäfchen im Trockenen«

»Die Regel, die ich verletzt habe, heißt: ›Schmutzige Wäsche wird nicht in der Öffentlichkeit gewaschen.‹ Auch ein schöner Spruch, der Familien zusammenhält. ›Wäsche‹ steht für privat, ›schmutzig‹ steht für nicht herzeigbar und ›waschen‹ steht für ausplaudern, verraten, erzählen.« (Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen, 2018)

Was für ein mit seminararbeits-, ja fast wörterbuchartigem Kram aufgeblähter Quark heutzutage als Literatur verkauft wird, es ist kaum zu glauben. »Seminararbeitsartig« steht für wie in studentischer Hausarbeitsprosa auswalzelnd erklärend, »wörterbuchartig« steht für bedeutungserläuternd und »Quark« steht metaphorisch für zusammengerührten literarischen Mist, »Mist« steht für Schund, etc. etc. steht für stehtfür sTehT fÜr ja Wiederschaun