»A Gschicht über d’ Lieb«

»A Gschicht über d’ Lieb«, erster Gedanke: »Lasst’s euch nix verzapfen: Auch in Bayern sagt niemand einen solchen Vollquatsch wie ›d’ Lieb‹ statt ›die Liebe‹. Die Leute hier können auch nicht mal ›Ich liebe dich‹ sagen, weil das Hochdeutsch wäre und ›I liab di‹ wegen vollkommener Kartoffelackerität halt ausscheidet.«

Dann lese ich, der Film spiele in Baden-Württemberg und denke: »Wenn dort jemand tatsächlich ›d’ Lieb‹ sagt, ja dann Wiederschaun«

Kurz notiert (59)

Warum heißt in der Literaturwissenschaft French theory eigentlich French theory und nicht Théorie française

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An der Uni gibt wieder Quatsch mit SoSe

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Wenn man am Südpol steht, sieht man, egal in welche Himmelsrichtung man blickt, Aldi Nord

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FAKT: U2-Gitarrist The Edge heißt eigentlich Edgar Der. Seinen Künstlernamen verpassten ihm Gaudibuam beim Saufen auf einer ganz frühen U2-Deutschlandtournee

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Der Junggeselle und die Sprachphilosophie

In der Sprachphilosophie wie in der Semantik taucht als Beispiel für Bedeutung häufig das Beispiel »Junggeselle« auf, dessen Bedeutung dann mit »erwachsener unverheirateter Mann« angegeben wird.

Weil in diesen (wie überhaupt allen wissenschaftlichen) Disziplinen per erhobenem Zeigefinger großer Wert auf Präzision gelegt wird, sei hier präzisiert: »Junggeselle« heißt »erwachsener, noch nicht verheirateter Mann«. Denn »unverheiratet« schlösse ja auch Geschiedene und Witwer ein, und die würde man wohl kaum als Junggesellen bezeichnen.

Man stelle sich diesen Sprachgebrauch mal vor: »Do hintn am Stammtisch, der Schorsch, dem is sei Frau weggstorm, mit 89 Joah. Sakrament, des hätt a koana glaubt, dass da Schorsch mit 90 nomoi Junggsell werd! A so wia der seit zehn Joah sei Raucherlung raushuast. Ja vareck, Kaffäähaus, er is scho a zäher Hund, des sog i da! – Heiratn mog a aber nimmer, aber so schee wia mit 20 is as Junggsellndasein a nimmer, sogd a. I hob na ned gfragt, weil des duad ma ja ned, aber mid da Potenz werd’s wahrscheinlich nimmer goa so guad ausschaun, ’ha’ha! Und Altersinkontinenz is für de wenigsten a schoafmochnds Substitut. – Da Schorsch wieder a Junggsell, zefix! Du, do wenn unsere junga Burschn am Sonntag in da Friah um 6e von da Stanz hoam keman, is er scho wieder zwoa Stund wach und schaut Fernseh, weil a nimmer schloffa konn seit 4e.« Nein, nein, hier wäre der Ausdruck »Junggeselle« crass fehl am Platz.

So, jetzt wisst ihr’s!

Aussprachehilfen (2)

Tornados nur noch wie eine griechische Gottheit aussprechen, alle flippen völlig aus, außer am Auge, kaufen ihre Hosen in Chicago, dachten an Poseidon, installieren uralte Betriebssysteme

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Mode nur noch Made aussprechen, alle flippen völlig aus, lavieren nicht lange herum, sind stark introvertiert, kleiden sich in Speck, werden Slipknot-Fans

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Sheriff nur noch she-riff aussprechen, alle flippen völlig aus, hören nur noch Gitarristinnen, zerbrechen The Police-Platten, werden Feministen, würden sich »aber von der schon mal gerne verhaften lassen höhö 🤣🤣🤣«

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#WerteUnion nur noch Wer-teu-nion aussprechen, alle flippen völlig aus, verfaschen ungeschminkt, halten sich mit der ganzen Scheiße nicht länger auf und gründen kurzerhand die NSDAP neu

 

Sexfilm

Ich drehe einen Sexfilm, fest steht bislang nur der Titel: »Im Intimbereich des Imkers«

Wer Bock hat, ist gerne eingeladen mitzumachen (z.B. als Imker*in, Biene, Bienenstock, zufällig daherstolpernde*r Nachbar*in (huch!), Polizei (?), Forstminister*in, Kompars*in, Best Boy, Gaffer, da diese Sonnenblende da halten, uvm!)

Aussagekräftige Bewerbung bitte in die Kommentare oder wenn’s ganz aus is per Email

Edit: Wo es hier ursprünglich »Pornostreifen« geheißen hat, heißt es jetzt »Sexfilm«. Das trifft einfach den Spirit dieses Projekts besser. Die Produktionsfirma wird allerdings »πορνογράφος« (pornográphos) heißen.