Spitzbuberei

32 Jahre hatte ich alt werden müssen, um im Januar dieses Jahres Sätze aufschreiben zu können wie diesen: »Dieser Anachronismus hat demnach den Zweck, zeitlich Disparates in einen situativen Zusammenhang zu bringen und damit kontrafaktisch auf eine realhistorische Entwicklung hinzuweisen.« Jetzt, mit inzwischen 33, beim Lesen der Druckfahne, muss ich durchaus schon schmunzeln über diese intellektualisierelnd-aufschneiderische Spitzbuberei. Stimmen tut sie dennoch wie sonst alles, was im kommenden November um dieses Zitat herum im »Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft« erscheinen wird.

Skippy Super Chunk Peanut Butter (Extra Crunchy)

Die Erdnussbutter-Alternative aus dem Asiasupermarkt. Am 21.08., nach wochen-, ach was: monatelang ungestillter Erdnussbutter-Sehnsucht durchglückt gekauft, abends gleich probiert, tags darauf zweiter Kostlauf. Beide Male gleiches Ergebnis: Die Buttermasse ist angenehm butterig bzw. cremig, ja fast schon buttercremig. Cremiger und weniger zäh als z.B. das Konkurrenzprodukt von »Ültje«.Die Erdnussstückchen, die die Masse in angemessener oder vielmehr angenehmer Dichte bewohnen, kontrastieren sie hervorragend. Dieses Kontrastverhältnis evoziert (?) eine größere Spannung zwischen Masse und Stückchen als bei so manchem Wettbewerber. Gut: Skippy kleistert die Zahnzwischenräume nicht ganz so zu, wie es viele andere Buhler tun.

Schlecht, und das ist kein geringes Manko: Der Salzanteil. Der ist schmeckbar und zwar ungustiös niedriger als bei anderen Fabrikaten (z.B. »American Style«). Da muss leider nachgesalzen werden. Bestenfalls mit grobkörnigem Meersalz. Doch wer hat das schon daheim.

Insgesamt 5,8/10. Ach komm, weil sie mich aus schwerer Not erlöste: 6,1/10

LG euer Erdnussboutros Erdnussboutros-Ghali

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PS: Sehr gerne esse ich »peanut butter & jelly«, und zwar mit stückiger Kirschkonfitüre (hallo, Floris Biskamp lg). Fun fact und Kulinariktipp: Darüber rasple (erst schrieb ich »rapsle«, was sehr süß, aber auch sehr Lello-sprechgesangig klingt) ich gerne ein klein wenig Chiliflocken aus der Mühle. Klingt »ewww«, aber probiert’s es, dann gspürt’s es!