Creme

Daß man an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Nürnberg (WiSo) ist und nicht an der Philosophischen Fakultät in Erlangen, merkte man auch, wenn man blind wäre, weil an den Türgriffen in der WiSo immer Handcreme dran ist.

Aber die Frage lautet: Ist das so,  w e i l  die Leute mit übercremeten Händen an die Griffe langen, oder  d a m i t  die Leute nach dem Hinlangen an die Griffe eingecremete Hände haben – sozusagen als Creme-Service (im Wirtschaftler-Jargon: Cremium-Service) für die trockenen Wirtschaftlerhände, damit die Buchstaben auf den Computertastaturen der WiSo länger drauf bleiben und nicht vor der Zeit von rauhen Kratzhänden abgeschmirgelt werden –?

Kurz notiert (9)

Wenn Sigmund Freud ein Verhältnis mit dem einstmaligen SPD-Politiker Carl Leid gehabt hätte – dann hätten Freud und Leid manchmal dicht beieinanderliegen können!

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Platzreife, aber als Überreife von Obst, das es jeden Moment zerreißt

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Meine Sneakersocken bezahl’ ich immer mit extra gesparten Sneakersocken!

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Buffy Summers ist die Slaywall von Sunnydale

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Lieblingsauto im Kulturbetrieb: VW PhϾton

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Rohbaucop der Zollcyborg
(Netflix-Big-Budget über Schwarzarbeit am Bau – mutig!)

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Aus der wunderbaren Welt der Agrarlehrfilme: «Dung und Dünger»


Kategorie: Kurz notiert

Willst du mit mir gehen?

Willst du mit mir gehen?
( ) ja
( ) nein

Hast du ein Bidet im Bad?
( ) ja
( ) nein

Die Kritische Theorie ist die beste Theorie.
( ) ja
( ) nein
( ) «[…] soweit es auf der subjektiven Seite heute überhaupt so etwas wie eine Schwelle, wie eine Unterscheidung zwischen dem richtigen und dem falschen Leben gibt, ist sie wohl am ehesten darin zu suchen, ob man blind nach außen schlägt – und sich selber und die Gruppe, zu der man gehört, als Positives setzt und das, was anders ist, negiert –, oder ob man statt dessen in der Reflexion auf die eigene Bedingtheit lernt, auch dem sein Recht zu geben, was anders ist, und zu fühlen, daß das wahre Unrecht eigentlich immer genau an der Stelle sitzt, an der man sich selber blind ins Rechte und andere ins Unrechte setzt.»*

Kreuze gleich an und sei mit drei Richtigen im pool of candidates!

* Adorno, Theodor W.: Probleme der Moralphilosophie (1963), hrsg. von Thomas Schröder, in: Theodor W. Adorno: Nachgelassene Schriften, hrsg. vom Theodor W. Adorno Archiv, Abteilung IV: Vorlesungen, Band 10, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1996, S. 251.

Bidet

Es ist, wie es ist, Freunde: Ich bin an einem Punkt angelangt in meinem Leben, an dem ich ein Bidet nicht nur gerne besitzen, sondern auch benutzen würde; und zwar nicht ~nur~, um mit eingezwicktem Monokel, Brillenbügel im einen Mundwinkel, Zigarre im anderen, angesilberketteter Taschenuhr und Einstecktuch im Frack sagen zu können: «Junge Dame, junger Herr, ich  b e s i t z e  nicht nur ein Bidet, sondern ich  b e n u t z e  es auch regelmäßig! Wissen S i e überhaupt einmal, wie man Bidet schreibt überhaupt?»

Sicher, damit würde ich gerne auch alle indignieren, die von diesem Thema gar nichts wissen wollen, aber zugleich geht doch nichts über morgend-/abendliche Intimwäsche! Da sind zumindest schon einige der fünf (oder sieben? Hm, ich glaube, die Sieben, das waren die sieben Öffnungen unseres Kopfes, auf die er in einem anderen Text verblüffenderweise hinwies) Stellen dabei, die Max Goldt, Spezialist für tägliches Betragen, für die morgendliche Reinigung empfiehlt.

Größter Mist, den ich seit langem lesen musste

«Aussprache und Schreibweise von ‹LaTeX›:
Die Zeichen T, E, X im Namen kommen von den griechischen Großbuchstaben Tau, Epsilon und Chi, so wie sich auch der Name von TeX aus dem griechischen τέχνη (Geschicklichkeit, Kunst, Technik) ableitet. Aus diesem Grund bestimmte TeX-Erfinder Donald E. Knuth die Aussprache als [ˈlaːtɛx], das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›) wie im Neugriechischen. Dagegen äußerte Leslie Lamport, er schreibe keine bestimmte Aussprache für LaTeX vor.
Die von Knuth bestimmte Aussprache bereitet nichtgriechischen Muttersprachlern oft Schwierigkeiten. Daher herrscht im Deutschen die Aussprache [ˈlaːtɛç] mit einem stimmlosen palatalen Frikativ vor (‹Ich-Laut›), im Englischen die Aussprachen [ˈlɑːtɛk] oder [ˈleɪtɛk]. Die Aussprache mit x [ks] ist unüblich.» [Quelle: WiXiPeDiA]

Einen dümmeren Geheimclub-Geheimcode als «LaTeX» gibt es ja wohl nicht! «Hehe wieder so ein n00b wo nicht weiß wie man LaTeX ausspricht hehe». Ja zefix, wenn ihr wollt, dass man das Wort «[ˈlaːtɛx], das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›)» ausspricht, dann verschriftlicht es halt in Gottesnamen nicht mit lateinischen Buchstaben, zefix! Und wenn es das letzte Wort ist, das ich je ausspreche, weil ihr mir danach die Deppenzunge rausschneidet, ich werde immer [ˈlɑːtɛks] sagen ÄLLERBÄTSCH

PS: Das bairische «zefix» spricht man übrigens [ tsɛˈfix], «das heißt mit einem stimmlosen velaren Frikativ (‹Ach-Laut›)», nur damit ihr es wisst.

#TeamLeslieLamport