WIND und Peter Wieland

Diese beiden Autogrammkarten auf dem Trottoir, ich hätte sie so gerne mitgenommen. Ohne zu wissen, wer WIND und Peter Wieland überhaupt sind.

Peter Wieland – schon weil er so frappant an Leslie Nielsen erinnert, hätte ich seine Karte haben müssen. Aber es wäre falsch gewesen. Vielleicht hätte die Person, die sie verloren hatte – es war auf einem wohngebietnahen Trottoir –, zurückkommen und sie auflesen wollen. Vielleicht hat sie es schon getan. Ich wünsche es ihr.

(Als das Foto 24 Stunden alt war, ging ich abermals zum Fundort, und wenn die Karten noch dagelegen hätten, waren sie wohl nicht mehr gewollt worden und dann hätte ich sie einfach genommen hehe. Aber sie waren nicht mehr da.)

Spitzbuberei

32 Jahre hatte ich alt werden müssen, um im Januar dieses Jahres Sätze aufschreiben zu können wie diesen: »Dieser Anachronismus hat demnach den Zweck, zeitlich Disparates in einen situativen Zusammenhang zu bringen und damit kontrafaktisch auf eine realhistorische Entwicklung hinzuweisen.« Jetzt, mit inzwischen 33, beim Lesen der Druckfahne, muss ich durchaus schon schmunzeln über diese intellektualisierelnd-aufschneiderische Spitzbuberei. Stimmen tut sie dennoch wie sonst alles, was im kommenden November um dieses Zitat herum im »Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft« erscheinen wird.