
Hu-bert Ai-wang-er rechnet sich anhand von Umfragen Chancen auf den Bundestagseinzug der Freien Wähler aus. Aber schon jetzt ist das dem FW-Autokraten aus Rot-ten-burg an der Laa-ber nicht genug – bald greift er nach der ganzen Welt.

Hu-bert Ai-wang-er rechnet sich anhand von Umfragen Chancen auf den Bundestagseinzug der Freien Wähler aus. Aber schon jetzt ist das dem FW-Autokraten aus Rot-ten-burg an der Laa-ber nicht genug – bald greift er nach der ganzen Welt.
Die ach so cultivirten Conditor*innen schauen im Fernsehen am liebsten TARTE
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Dialektwissnschoft – oafach a pfundige Sach 👍
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Die Lumberjack-WM wurde wegen Corona auch dieses Jahr abgesägt
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Ich komme heute Nacht, wenn du schläfst, in dein Zimmer und verbreitere unrechtmäßig deinen Content.
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Aus Hu-bert Ai-wang-ers Antrittsvorlesung am Lehrstuhl für Theoretische Physik, »Der Anbeginn des Universums«:

23.05.2021 | Na servus: Ein Video, in dem ich schamlos mit den Malerkanten in unserer Küche herumprahle, wurde von irgendwem gemeldet und daraufhin von der Fa. YouTube mit der Altersfreigabe »ab 18« versehen. Wahrscheinlich, weil die Kanten einfach zu scharf sind und das Video deswegen too sexy?!
31.05.2021 | Na servus: Irgend jemand von der Fa. YouTube hat sich mein »Prahlvideo ›Malerkanten‹«* nochmal genau angesehen und ist zum Schluss gekommen, dass es sich doch nicht um 18+-Content handelt. So richtig stellt mich das nun aber auch nicht zufrieden – sind meine Malerkanten etwa nicht scharf genug?! Und jetzt, wo die Ü18-Restriktion weg ist, finde ich das Video prompt nicht mehr so auratisch. Oder erotisch? Gleichviel. Ein Sieg gegen einen Goliath, der sich einfach nicht wie ein Sieg anfühlen will.
25. Juni 2021: Hu-bert Ai-wang-er rühmt sich auf Twitter, dass ihm der Kamm schwillt, weil im Allgäu MiT bAyEriScHeN fÖrDeRmiTtELn ein Mobilfunkmast aufgestellt wird. Der komplette Rest der ganzen Welt schickt sich deswegen hämische 😂-Nachrichten übers hyperschnelle Mobilnetz, den Hu-bert erreicht davon aber freilich nichts, weil niemand seine Quix-Nummer hat. Daher ficht ihn das auch gar nicht an, und so zeigt er noch stolz her, was er dem Landkreis Oberallgäu und der Stadt Immenstadt – quasi orbi et urbi –, in die goldenen Bücher bzw. »schweren Schinken« (Hub. Aiw., Schweinezüchter) dichtet:
»Dem Landkreis
Oberallgäu
eine gute Zukunft!
Wunderschöne Heimat
tüchtiger Menschen!
Hubert Aiwanger
Juni 2021«
»Immenstadt alles
gute für die Zukunft,
der Kommunalpolitik
allzeit gute Entscheidungen
für die Bürgerinnen
und Bürger!
Juni 2021
Hubert Aiwanger«
Er redet nicht nur stets, ohne vorher zu überlegen, irgendeinen vor Ressentiments berstenden Dünnfug daher, er schreibt freilich auch so.
https://twitter.com/HubertAiwanger/status/1408466614480211974
Drüben auf Twitter trendet #IchBinAiwanger – ich bin halt wirk-lich Ai-wang-er:
Gendern zerstöre die deutsche Sprache, plärren die Reaktionäre quer durchs Land bis in die allerhöchsten Feuilletons hinein – aber dass in dieser Quatschsprache z.B. »Maskenpflicht fallen lassen« und »Maskenpflicht aufheben« das Gleiche bedeuten, stört freilich wieder keine*n der sogenannten Kritiker*innen.
Während der letzten Attacken der Hamas auf Israel erläutert RND-Chefautor Matthias Koch im Artikel »Iron Dome: Eine Maschine verteidigt Menschen« das israelische Raketenabwehrsystem, mit dem feindliche Raketen noch in der Luft zerstört werden können. Und zwar mit einer im ganzen Text nachgerade kindischen, ja sogar dümmlichen Wortwahl.
Über die Explosionen am Himmel, wenn eine israelische Abfang- auf eine palästinensische Angriffsrakete trifft, schreibt er: »Das eigentümliche Piff-Paff am Nachthimmel wirkte wie ein Feuerwerk.« Nur dass Feuerwerk am Himmel bunt zu sein pflegt und in aller Regel allerlei schöne Formen wie Kugeln, Sterne oder Pusteblumenköpfe hervorbringt. Bloß »Piff-Paff« machen Böller – auch da würde niemand bei Trost von »Piff-Paff« sprechen/schreiben –, und wer seinen Kund*innen als Himmelsfeuerwerk nichts als feurige Böllerexplosionen böte, wäre wohl schnell auftragslos und insolvent. Doch unmittelbar darauf kinderquatscht Koch entsprechend weiter: »Phasenweise aber, wenn das Abwehrsystem an seine Kapazitätsgrenzen geführt werden sollte, steigerte sich der Lärm zu einem bedrohlichen Dauergeknatter.« Knattern, ja.
Für dem Anlass angemessen hält Koch weiter unten: »Die Firma feierte, während es über Ashkelon und Tel Aviv blitzte und knallte [ja Mensch, genau wie zu Silvester!], auf ihrer Webseite gerade ›zehn Jahre Iron Dome‹.« Auch (wahrscheinliche) Übersetzungen geraten geradezu silvestrig: »›Auf jeden Fall wurden da in den letzten Tagen viele Millionen Dollar verballert‹, sagt ein Insider.« Ist der Artikel etwa insgeheim eine Aufforderung an all die ›legitimen Israelkritiker*innen‹, »Brot statt Raketen!« in den Nahen Osten zu rufen?
Ein Professor der Münchner Bundeswehr-Hochschule würde sich einer solchen Kampagne wohl nicht anschließen, beherrscht den infantilen RND-Koch-Ton aber offenbar ganz von alleine, wenn er mit dem ganzen Gewicht seiner wissenschaftlichen Expertise analysiert: »›Wenn wir in Deutschland eine vergleichbare Raketenattacke erleben würden, stünden wir dumm da‹, sagt Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Hochschule der Bundeswehr in München.«
Dem Text sei das Prädikat »Supi-lupi Schreibi-Schreibi« verliehen.