Outtakes (1)

Aus diesem Bild ist leider kein Witz entstanden:

Schreiben wollte ich, als ich an diesem Schild vorbeigefahren war: »Warum heißt er nicht Zvi Dorime 😭😭😭«. Dann fiel mir nach recht kurzer Zeit auf, dass die ersten drei Töne der Tonleiter im z. B. Italienischen ja gar nicht Do, Ri, Me heißen, sondern Do, Re, Mi. Mist aber auch! Gelernt habe ich dann, dass das Verfahren, »die Tonstufen eines Gesanges auf bestimmte Silben zu singen«, Solmisation heißt (vgl. Wikipedia).

Und während ich das schreibe, erinnere ich mich, dass es »dorime« ja doch gibt: Als erstes Wort im KLASSIKER des frz. Musikprojekts Era, »Ameno« (1996). Mir zumindest hängt dieses »Dorime …« seit nunmehr 27 Jahren im Ohr. Womit ich nicht die*der einzige sein dürfte.

Also von vorne:

»Warum heißt der nicht Zvi Dorime 😭😭😭«

Dieser Witz gefällt mir fast besser, schließlich ist »Ameno«, wie ich lese, in bloßem Pseudolateinisch verfasst (»i.e. sounding like Latin but are in fact deliberately devoid of any exact meaning« (Wikipedia)). Das passt so gut zu einem saupopulären Gregorian Chant aus diesem Premiumjahrzehnt, hahaha.

Womit dieser Beitrag zwar umständlich, aber gar kein »Outtake« mehr ist. Doch die Überschrift steht jetzt schon da und ich bin zu faul, mir eine neue auszudenken (das ist das Schlimmste am Bloggen!), lieber führe ich eine neue Kategorie ein (s. rechte Spalte) und wenn sie ameno, oma nare imperavi ameno, ameno, ameno do re-, ameno dori me.

TITANIC vor zehn Jahren: 9/2013

Bei Torsten Gaitzsch, damals noch Redakteur des Magazins, erschien gestern der monatliche Beitrag der Rubrik »TITANIC vor zehn Jahren«, in der er stets die High-, Low- und Normallights des jeweiligen Heftes präsentiert und auch allerhand Wissenswertes, Interessantes und behind-the-scenes-iges offenlegt. Diesmal also die Ausgabe 9/2013. Sein »Schlussgedanke: Eine mediokre bis unterwältigende Ausgabe.« (So viel zum nicht aus der Welt zu kriegenden Unfug »Titanic war früher besser.«)

Da mag was dran sein, doch für mich enthält die Nummer eine kleine Sensation: Meinen allerersten Beitrag im Blatt! Einen Text in der Rubrik »Vom Fachmann für Kenner« auf S. 44 nämlich. Wie ich mich damals gefreut habe, weiß ich noch. Und wie schlecht meine ganz schön bzw. sehr gut zusammenredigierte ursprüngliche Einsendung gewesen war (Füllwörter, Ungelenkigkeiten, Unnötigkeiten etc.) auch noch.

Einer der Vorgänger*innen des damaligen Rubrikchefs hatte in den Nullerjahren meine (wirklich undruckbaren und mitunter nicht mal lustigen!) Einsendungen – daran erinnere ich mich recht gerne –, stets beantwortet, aber halt schließend mit Variationen von: », letztlich nicht witzig genug.« Dass er überhaupt geantwortet hatte, hatte mir sehr imponiert. (So viel zum nicht aus der Welt zu kriegenden Unfug »Da arbeiten nur Unmenschen!«)

Ein Mal etwa habe ich mich echauffiert bzw. wollte mich drüber witzig machen, dass misanthropischste, satanistischste, antichristlichste Black-Metaller wie Gorgoroth-Mitglieder Menschheitsbejahendes wie MySpace-Seiten haben. Der genannte Redakteur antwortete mir, er wolle zwar den Beitrag nicht veröffentlichen, fände aber das Thema interessant und höre auch wieder mehr Black Metal. Und heutzutage beobachte ich einen von diesen Banditen, Tom »King ov Hell« Visnes von Gorgoroth, auf Instagram zwischen all seinen Böser-Satanistenbube-Corpse-Paint-Fotos beim Malle-Urlaub mit seiner Freundin. Ein Foto, das ihn beim Sonnenbad mit einem Hut seiner modelartigen Freundin zeigt, war ihm dann aber wohl doch zu unsatanistisch, das hat er gelöscht. Ich hingegen habe einen Screenshot davon.

Fanpost (1)

»Hallo,

Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Ihr Blog (salondufromage.blog) ist wirklich beeindruckend, und ich bewundere den wertvollen Inhalt, den Sie teilen.

Ich bin Marketing Manager bei einem professionellen SEO-Unternehmen und habe eine überzeugende Idee für einen Artikel, von dem ich glaube, dass er bei Ihrem Publikum Anklang finden würde. Die Zusammenarbeit dreht sich um die neuen Produkte der […]-Firma, einem führenden Anbieter von innovativen Lösungen in den Bereichen Technologie und Ingenieurwesen.

Wären Sie offen für eine Zusammenarbeit für einen Gastbeitrag? Ich würde gerne diesen Artikel auf Ihrer Plattform veröffentlichen und Ihren Lesern frische Einblicke bieten.

Lassen Sie mich wissen, ob Sie interessiert sind, und ich kann weitere Details oder einen Entwurf des Artikels mit Ihnen teilen.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen,« etc.

Ja, liebe Leser*innen, was sagt’s ihr? Soll ich, wie im Betreff der Nachricht vorgeschlagen, das »Potenzial« meiner »Webseite(salondufromage.blog)« »entfesseln« und dazu den gewünschten Gastbeitrag veröffentlichen? Schreibt’s mir in die Kommentare oder bietet mir einen Gastbeitrag an :o)

Knabenpissoir

»Ihr Deppen, ihr solltet doch ein Pissoir auf Knabenhöhe machen!«
»Ah, Chef, is’ kein Problem, da machen wir ein Podestl hin …«
»Menschenskinder, wenn man euch nicht jeden Handgriff einzeln anschafft …«

(Offenlegung: Früher verrichtete ich zum Broterwerb handwerkliche Arbeit, freilich als kleines Würsterl am unteren Ende der Hierarchie, und so wird da gesprochen.)

Ichthys

Straubinger Tagblatt, 11.08.2023, S. 1

»So glein war der Fisch, den mir der Middarbeider g’fang’n hadd, den wir für meinen ausgeben wolld’n. Könnt’s ihr euch des vorstell’n? Der arbeit’ jetzadla jedenfalls nemmer für mich, der kann sich wen anners suchen. Zum Glück war’s ein Ausländer, den hab ich gleich abschiem lassn …«