Radio Marx

Übrigens: Ich übernehme den Nürnberger Lokalradiosender afk max und benenne ihn um zu afk MARX.

Programm sieht dann so aus, dass einfach pausenlos aus den Marx-Engels-Werken vorgelesen wird, nämlich chronologisch MEW-Bd. 1, 2 …, 44 und wieder von vorne. Und zwar mit Verve!

Zwischendurch, wie es sich für einen Radiosender gehört, Nachrichten, z.B. «Ist der Sozialismus schon verwirklicht? Der Blick ausm Fenster sagt: Nein», «Löst sich der Staat schon selbst auf? Auch nein», Börsenkurse, Rohstoffpreise (Tee, Weizen, Leinwand etc.) + tagesaktuelle Zustandsbeschreibung des revolutionären Subjekts.

Vorstellbar wären auch Zuschauerquizze mit unterschiedlich schwierigen Fragen wie «Bestimmt das Bewusstsein das Sein oder das Sein das Bewusstsein?», «Was steht in MEW 14 auf S. 59 in Z. 32–35?», «Wie viel wog Karl Marx’ Kopfbehaarung?»

Sonntags um 12 Uhr dann für eine Stunde Musik. Playlist:
– Madonna: «Materialistic Girl»
– Metallica: «Welcome Home (Proletarian)»
– Notorious B.I.G.W.F. Hegel: «Phenamanahlogy of Spirit»
– Faith No More in Chains
– Alice (Still) in Chains
– Freestyle Agitrap von Dialektikal
– ansonsten Historic-Materialistic Metal, Progressive Produktivkraft Metal

So könnt’s klappen mit der Agitation der Massen!

Kurz notiert (12)

Verkaufs-Misserfolg bei Zehenstegsandalen: Flip-Flop-Flop

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Erdnussknabbersnack in Form von Zehenstegsandalen: Flip-Flop-Flips

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Germanist_innen kochen am liebsten mit Celanfeld

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Die drei Wirtschaftsweisen aus dem Morgenblatt

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Wer kennt noch den PlayStation-Spionagekracher «Richard Gere Solid»⁉️

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Aerodynamik

27.10.2018 – Ein älteres Ehepaar steht bei einem älteren Antiquar, der vorm Laden ausweislich Schildern «Fahrräder zu kaufen» und «Räder zu verkaufen» anbietet. «Sie» hält ein Damenrad fest, «er» steht mordsskeptisch daneben, und der Antiquar entblödet sich nicht, bezüglich irgendeines Features am Rad daherzugschaftln: «Also klar, des is’ hald alles ach aweng was Aerodynamisches hald…!»

Also, Freunde … 😂 … ich mein, ein 125 Zentnertonnen schweres Damenfahrrad aus Betonstahlblei, da ist doch im Leben nix aerodynamisch dran – irgendwo muss aber auch mal Schluss sein mit Quatsch daherreden, das glaubt ihr doch langsam selbst nicht mehr, was ihr da aus Reklamezwecken so verzapft!

Reklameshitstorm

Job-Idee, eben in der Küche eingefallen: Ich fange in der Marketing-Abteilung eines Burger-Schnellrestaurants an, «fahre» eine Kampagne zum Thema «Burger Krieg», warte auf den «Shitstorm» («SPON», «Arschfocus» (Moritz Hürtgen, «Titanic») et al.), entschuldige mich hinterher mit so was wie «Tut uns leid», «Gefühle verletzt», «gerne auch mal provokativ», «war uns nicht bewusst» und so weiter UND WAS WILLST DU DAGEGEN TUN aber bestimmt gab’s das eh schon dreimal* und ich bin aber zu faul zu googlen, wann und wo. Naja LG

* Vgl. z.B.:

Philosophische Ferngespräche

Das Telephon lehnte Immanuel Kant zeitlebens ab, er verwendete ausschließlich das Deontophon. Zwar konnte er mit kaum jemandem deontophonieren, weil dieser Apparat im Gegensatz zum Telephon keine große Verbreitung fand. Aber immerhin hatte er damit eine Standleitung zur Metaphysik der Sitten. (Wozu auch immer.)