Kurz notiert (34)

Zugriff aber als mit der Gitarre die Eisenbahn nachahmen

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Don’t be fooled by the rocks that I got /
Amstel Amstel Jenny from the Block

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Maulkorb aber als Bastgefäß in das man reinschimpft

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Revengaboys: Boom Boom Boom Boom (I Shoot You in Your Room)

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Versehen aber als bloß gedichtete Bünde fürs Leben

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Unvernutztes Phrasengerümpel betreffend Griechenland

Griechenland, die Wiege der Demoskopie

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Griechenland, die Wiege der Demi Moore

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Griechenland, die Wiege der Demiurgen

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Griechenland, die Liege der Demarkation

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Griechenland, die Wiege des Demokraniel-Pascal Zorn*
(* lies: Sokrates)

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Griechenland, die Wie geht der Demonstranten

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Griechenland, die Biege der Demantoiden* (* gibt’s echt)

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Griechenland, die Stiege der Temparatur

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Griechenland, die Mine der Stenographie

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Nachdem diese kleine Facebook-Postingserie einigen Wirbel aufwirbelte und für Unmut sorgte bis hin zur Ferndiagnose Schlaganfall, hier meine Stellungnahme:

Es handelt sich um ein, mittlerweile erfolgreich abgeschlossenes, Projekt der EU-Komission (🇪🇺!) und des Rechercheverbundes NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung. Ziel war es, einerseits junge Menschen bzw. Menschen jeden Alters wieder für die Demokratie zu begeistern und andererseits in einer Art Open-Source-Projekt neue Phrasenräume für den zuletzt arg altbackenen Journalismusbetrieb auszukundschaften.

Ersteres hat sehr gut geklappt. Viele Menschen haben positiv auf die Aktion reagiert. Aber auch die Ablehnung und die Wut (bis hin zum Hass?) sind wichtige Reaktionen im Demokratiebildungsprozess. Denn dadurch sehen wir Europäerinnen und Journalistinnen (je w*m), dass Potential vorhanden ist.

Zweiteres, die Phrasenraumerkundung, hat sangwermal zumindest keinen negativen Ertrag gebracht. Aber insgesamt halt gar keinen. Gedacht war das Störfeuer der Aktions-Postings als kreativer Impuls zum Weiter- und Neudenken, zum Boundaries-Pushen. Hier haben sich EU-Komission (🇪🇺!) und der Rechercheverbund WDR, NDR, SZ leider in der Bubble verwählt. Zwar wurde die Zielgruppe (alle Alterstufen) erreicht, aber die berechtigten (!) Kreativerwartungen wurden krachend untererfüllt.

Beide Institutionen schicken jetzt eine cross mixed Arbeitsgruppe in einen Bildungs Campus im Schwarzwald und lassen sich von ihr eine neue Content Strategie entwerfen.

Offenlegung: Ich habe bei der Aktion ordentlich abgesahnt (🇪🇺-Fördertöpfe!), bin aber jetzt raus aus der Nummer.

Abschließend soll ich euch lieb Grüßen von den Institutionen! Andreas

Faktenmagazin Titanic

In der aktuellen Titanic-Ausgabe habe ich von Paula Irmschler und Ella Carina Werner gelernt, dass die Abkürzung WWF für »World Wide Fund for Nature« steht (04/2019, S. 30). Beim Lesen dachte ich: »Ich dachte, es stehe für ›World Wildlife Fund‹!« Ja, logo, ich denke den Konjunktiv freilich mit.

Flugs bei Wikipedia nachgeschaut und natürlich haben Irmschler und Werner recht: Seit 1986 und damit seit meinem Geburtsjahr heißt er statt »World Wildlife Fund« »World Wide Fund for Nature«. All die Jahre – im Unwissen gelebt!, und erst Satirikerinnen Irmschler und Werner entstellen mir die Wirklichkeit zur Kenntlichkeit!

Tagesschau.de hingegen – und darum dieses Posting – schreibt fröhlich »World Wildlife F o u n d a t i o n « vor sich hin (https://www.tagesschau.de/ausland/wal-plastik-105.html). Aber wen juckt’s, weithin ist doch eh schon alles bummswurscht und vermaledeit vernagelt bis zum Geht-nicht-Mehr.

Immerhin schmunzeln musste ich, erinnerte es mich doch daran, wie ein tm3-Kommentator einst die »World Wrestling Federation« im vollen vom Kampfgeschehen gefluteten Überschwange als »World Wrestling Foundation« bezeichnet hatte – und ich dabei an die »Foundation für Recht und Verfassung« aus der Serie Knight Rider hatte denken müssen, woraus sich freilich sogleich die Vorstellung der »World Wrestling Foundation für Recht und Verfassung« mit Michael Knight als Oberwrestler für die Unterdrückten ergeben hatte.

Kaffeepulver w/o Kaffeefilter

Einkaufen in Fremdsupermärkten ist ja per se ein Abenteuer; die Anordnung des Sortiments nicht zu kennen und dennoch alles zu erwischen, was man braucht, eine Aufgabe, die mitunter viel Zeit erfordert.

Dass der »Kaufland«-ähnliche »Marktkauf« mitten in Nürnberg es allerdings fertigbringt, alles an Kaffeepulver und Anverwandtem im Untergeschoss einzuregalen, die Kaffeefilter hingegen im Erdgeschoss, halte ich für Verrat an der kapitalistischen Idee.

Kurz notiert (32)

Die übelriechenden Verdächtigen

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Ausgelassene Besucher, aber als welche aus denen durch Erhitzen der Fettanteil herausgelöst wurde

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*eröffnet eine Fußpflegepraxis und nennt sie Lukas Podologski* naja

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Im örtlichen Stahlwerk ereignete sich gestern ein Abbeizunfall mit mehreren Verätzten

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Fachterminus mal Fachterminus gibt Fachterplus

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