Lena S.: «Holz arbeitet.»
Andreas L.: «Ja, es ist sogar in einer Gewerkschaft organisiert!»
Lena S.: «In welcher? Arbor et Labora?»
Andreas L.: «
😂»
Erlebnisbericht
Guter Dialog, neulich im Tiergarten:
S: «He was ist denn das da was aussieht wie ein halbes Wiesel?»
A, liest vom Schild ab: «Ein Ziesel!»
Eisenbahngschichtn (2)
Auf der Eisenbahnstrecke Neumarkt-Regensburg hält die Regionalbahn Agilis u.a. in Seubersdorf in der Oberpfalz. Die Gemeinde Seubersdorf ist ca. 5000 Einwohner stark. Das Stärkste an Seubersdorf ist ein Graffito am Bahnhofsgebäude: «Rap is back!» Das ist sehr schön, ohne Rap war es bestimmt recht fad in Seubersdorf. Es fragt sich allerdings: Warum war der Rap weg aus Seubersdorf? Und wenn er Seubersdorf schonmal verlassen hatte, warum kam er wieder zurück?
Seubersdorf!, behandle Deinen Rap in Zukunft gefälligst gut, damit er Dir nicht wieder abhaut!
Eisenbahngschichtn (1)
Auf der Eisenbahnstrecke Neumarkt-Regensburg hält die Regionalbahn Agilis u.a. in Batzhausen. Die Stimme aus dem Lautsprecher vermeldet kurz vor dem Halt freundlich: «Nächster Halt: BATZhausen». Ich muss dann immer an den ehemaligen Fußballtorwart Sepp Maier denken, weil der hatte mal einen Hund, der Batzenhofer hieß. Und wer nennt seinen Hund schon Batzenhofer.
Übrigens: Batzenhofer, benannt nach einer Berliner Gastwirtschaft namens «Zum Batzenhofer» und 2007 bester Hund Bayerns, musste leider im November 2012 eingeschläfert werden. Wenn Sepp Maier einmal gestorben sein wird (ad multos annos, Sepp!), wird man Kindern auf die Frage, wo Sepp Maier jetzt sei, antworten können: «Zum Batzenhofer.»
8
Als Kind brauchte jeder neben einer Lieblingsfarbe eine Lieblingszahl. Letztere war bei mir die 8. Beim Fußball (E-Jugend) wollte ich die unbedingt als Rückennummer haben. Ein anderer wollte sie auch, so dass der Trainer durch Hölzchenziehen entscheiden ließ. Ich weiß nicht mehr, ob das längere oder kürzere hätte gewinnen sollen; ich zog jedenfalls das falsche. Weil aber ein Freund für Verwirrung sorgte, welches denn nun das Gewinnerhölzchen sei, ergab es sich, dass ich die 8 schließlich doch tragen durfte. Obwohl ich klar das verkehrte gezogen hatte. Mitleid mit dem anderen Buben empfand ich keines.
Oft war ich froh darüber, Auswechselspieler zu sein, denn dann konnte man mit den anderen ‹Ergänzungsspielern› Unfug anstellen, z.B. mit dem Eisspray Sachen einfrieren oder die Pausengetränke in der Gegend herumschütten. Hauptsache, die 8 aufm Rücken.
Runtastic
12.06.2018: Heute frühmorgendliche Laufrunde: 5.09 Uhr Sonnenaufgang, 5.15 Uhr aus dem Haus, dann 6 km unter diesigen Wolken – motiviert wie Heinz Strunk! Dabei begegneten mir:
1 Hase
1 Spatz
1 Fußgänger
1 Pfandflaschensammler
2 Nordic Walker (beides ältere glatzköpfige Herren)
5 Jogger_innen (1 davon 2mal, an sportblauer Funktionsjacke wiedererkannt)
8 Fahrradfahrer (alle m)
Ausgestattet war ich mit T-Shirt (schwarz, Puma, geschenkt, aber vermutl. 19 €), kurzer Sporthose (schwarz, Adidas, wahrscheinlich 25 €), Laufschuhen (weiß mit dezenten blauen Akzenten, Adidas, um die 110 €, vor ca. 14 Jahren im Adidas-Outlet Herzogenaurach erworben), Sneakersocken (schwarz, No-Name, Größe 43–46, Preis unbekannt, aber gewiss niedrig) und 2 Papiertaschentüchern (in eins wickle ich die beiden Schlüssel ein, damit sie nicht so scheppern, das zweite, falls ich unterwegs schnäuzen müsste, was ich aber nie muss; Marke: Floralys (LIDL), Preis könnte leicht ausgerechnet werden (z.B. Ökonomie-Erstsemester), aber ich weiß gerade den Gesamtpackungspreis nicht).
Mein Geheimrezept für so frühes Joggen: Nach dem Aufstehen 2 Gläser Wasser (Leitungswasser, aktivkohlegefiltert, keine Kohlensäure) und 1 Banane (Supermarkt normal; bio kann, muss aber nicht).
Danach kalte Dusche wie Max Goldt, Wasser dabei angenehm kalt, nicht so unverschämt lauwarm trotz kältester Mischhebeleinstellung wie sonst oft. Liegt’s am Morgen?
Schließlich Beerenfrühstück (wie Heinz Strunk!), allerdings anders als bei Heinz Strunk mit Haferflocken (~guter~ Säurebildner!) und Quark (nach wie vor 3,8% Fett, trotz beginnender Alterswampe/-hüfte). Danach dynamisch und agil in den Tag. Ich zeige das aber nicht und unterdrücke die Ausstrahlung bewusst, weil solchen ostentativen Morgensportabsolventen will man ja immer eine reinhauen, auch und vor allem ich.
Jetzt am Abend allerdings setzt der Muskelkater ein; ob das Treppensteigen morgen noch schlimmer wird?
Update 22.11.2018: Seit einiger Zeit Magerquark.
E-Werk, Lesung
Vor einiger Zeit habe ich zum ersten Mal auf einer Bühne vor Publikum gelesen, in der Clubbühne im E-Werk Erlangen. Leider nichts eigenes, sondern einen in Zusammenarbeit mit zwei lieben Freundinnen verfremdeten Text des diesjährigen Erlanger Poetikdozenten Friedrich von Borries. In dem, das war die wesentliche Transformation des Ausgangstextes, 5% der Wörter aus «Schwanz» bestanden. (In Borries’ Text geht es an dieser Stelle im Rahmen einer Turnschuh-Produktpräsentation um eine Schuhsohle.)
Was soll ich sagen? Vor unserem Auftritt war ich erstaunlich – für meine Verhältnisse gar bemerkenswert – unaufgeregt, nur kurz vorher kickte die gewöhnliche Nervosität rein. Als ich las, hatte ich jedoch praktisch sofort eine Mordsgaudi. Wie man sie haben kann, wenn man sleazy-lasziv einen Schwanz präsentiert. Erstaunt, um nicht zu sagen pikiert, aber zugleich amüsiert, schauten mich die Leute an, die ich bei jedem «Schwanz», obwohl ich angesichts des Gegenlichts kaum jemand erkennen konnte, in den Blick nahm. Leider war unser Auftritt recht kurz und mein Part hatte, wenn man den Anteil der beiden Freundinnen als Schaft des Textes betrachtet, nur in etwa Eichellänge. Bock hatte ich jedoch voll und ich hätte auch noch viel länger gewollt! («Andreas
🙄
🙄
🙄 !») Aber was will man machen.
(Was ich in jedem Fall machen will: Wieder lesen. Und zwar gerne was eigenes, d.h. etwas von den Sachen, die ich bislang auf meinem Blog veröffentlicht habe. Einschränkung: keine Poetry Slams. Und die Leute müssen halt Komik abkönnen können. Falls wer was weiß: gerne Email/PM)
Studio Braun/Gereon Klug: Kunst, Verzweiflung und Humor
Gereon Klug, u.a. Tourmanager von Studion Braun (Heinz Strunk, Jacques Palminger, Rocko Schamoni), las letztes Jahr im Erlanger E-Werk an einem Donnerstagabend aus dem von ihm herausgegebenen Studio-Braun-Buch «Drei Farben Braun». Außer mir waren vor Lesungsbeginn noch zwei andere Gäste da, junge Männer von vielleicht 17 Jahren (beide hatten, wie sich während der Pause herausstellte, weder Klug noch Studio Braun gekannt, aber einer von beiden hätte die Tickets halt von einer Tante zum Geburtstag bekommen. Gute Tante!).
Klug war, als er sich an seinen Lesungstisch setzte, zwar nicht begeistert, aber doch amüsiert. «Es gilt», meinte er dann gleich eingangs, «die alte Künstlerregel: Wenn mehr Leute im Publikum sitzen als auf der Bühne, wird die Show durchgezogen». Was er dann auch tat. Und auch ganz so, als hätten 50 Leute auf den Rängen gesessen (die kleinste E-Werk-Bühne hat Ränge). Nach ca. 15 Minuten schraubten zwei zusätzliche Gäste, die sich offensichtlich nicht nur ins angrenzende Bistro verirrt hatten, die Zahl der Anwesenden auf astronomische fünf.
Klug indes feuerte unbeirrt, und ohne für kommende Lesungen etwas aufzusparen, alles raus, was er vorbereitet hatte: Texte, Audio, Video und Zwischendurchanekdoten ohne Ablesen. Dass ich meist der einzige war (Publikum rein männlich), der lauthals lachte, war mir wurscht. Nach der Lesung ließ Klug sich noch herab und kam die Ränge herauf, woraus sich noch eine stattliche Unterhaltung ergab.
Kurzum: Gereon Klug für Studio Braun im Dienste von Kunst, Verzweiflung und Humor, ganz ohne sonstige Scheiße. 9/10
Sonntag, 2. Advent, 10.30 Uhr
»Ich gehe jetzt Bier trinken.
Meine Spezln, die Sauhund’, sind noch in der Kirche, aber wegen der Weihnachtsfeier gestern – ja Menschenskind, ham mir uns in der Boar die Rüscherln neipfiffn, ja do legst di nieder, Bluatsakrament! Dawei ham wir am Amfang, noch bevor d’ Wirtin ’s Weihnachtsschweinerne hergstellt hat, scho ein jeder vier Weißbier dringhabt – also wegen dieser Weihnachtsfeier – ›Wehrmachtsfeier‹, wie der Girgl im Spaß allweil sagt, ‚haha! –, wegen dieser Weihnachtsfeier, die wie jedes Jahr sehr schön war, konnt’ ich da ums verrecken nicht aufstehn für die Kirchn, und jetz geh ich eimfach gleich zum Frühschoppen. Aber einmal geht das schon, wie’s bei uns gern heißt, mords einen Brand hab ich eh zum löschen. Außerdem ham wir uns ja gestern zur Weihnachtsfeier auch praktisch ad majorem Dei gloriam getroffen, zur größeren Ehre Gottes also, nicht wahr. Das kann man schon einmal als quasi vorgezogenen Gottesdienst betrachten, nicht wahr, schließlich hat’s auch Weihnachtsgebäck und einen Christbaum gegeben und die Grundschüler ham gesungen, und einen Weihnachtspunsch hat’s auch geben, aber von dem trinkst am besten bloß eine Tass’, weilst sonst a so Sodbrennen kriegst. Naa naa, der Herrgott hat, glaub ich, schon ein Verständnis dafür, daß wir auf ihn mit einem Weißbier anstoßen bzw. mit sechzehn. Die eine Tass Wehrmachts-…, zefix, jetz fang ich auch schon damit an, die eine Tass’ Weihnachtspunsch ist aber auch gar nicht verkehrt, weil dazu kann man dann auch ein paar Platzerl essen, weil des süße Zeug paßt ja zum Weißbier eimfach nicht dazu, weil es sich geschmacklich eimfach beißt. Aber jetz halten S’ mich nicht länger auf, weil ich einen solchernen Brand hab, und wenn ich jetzt nicht gleich meine Konterhalbe krieg, dann konst an Sanka ruaffn, weil ich’s dann nimmer daback. Oiso, schöna Sonntag Ihnen, gell!«