Viel zu groß, viel zu klein

Mit zwei völlig verkehrten Dingen bin ich aufgewachsen. Das eine viel zu groß, das andere viel zu klein.

(1) Dass eins zum Abtrocknen nach der Dusche ein großes Handtuch brauche, stimmt ja nun überhaupt nicht. Ein kleines bzw. ein Hand-Handtuch reicht vollkommen. Außerdem ist es praktischer zum Aufhängen und Trocknenlassen.

(2) Standarddecken von 135 x 200 cm sind für Ü-180-cm-Menschen wie mich viel zu klein. »Was?! Da stehen ja wohl 20 cm über, das wird doch wohl reichen!«, mag jemand daherrampentern. Stimmt aber nicht. Was habe ich mich bis Mitte 20 geschunden, gemütlich zu schlafen. Das Dilemma: Entweder habe ich die Füße bedeckt, dann waren die Schultern frei. Oder ich habe die Schultern bedeckt, dann waren die Füße frei. Abhilfe bot nur die Fötushaltung, aber das ist doch ein Witz; außerdem ist sie Studien zufolge ungesund. Die Entdeckung ›übergroßer‹ Decken von 155 x 220 cm war für mich eine wirkliche Entdeckung! Endlich würdig schlafen, alles komplett bedeckt ohne Krümmen und Biegen und/oder Unbedecktzonen.

Very Important Patient

Des Lobes voll über meine Zahnarztpraxis war ich schon öfter (bzw. zweimal: »Ich bin ein Zahnarzt / und ich bin cool drauf« und Updates: Zahnarzt). Dort ist der Kunde die*der Patient*in noch König*in. Wartezeiten vor Terminen gibt es praktisch nicht. Die terminierten Zeitfenster (!) stimmen aufs akkuratestmögliche.

Irisierend berückt mich nun diese Terminerinnerungs-SMS: Gehöre ich doch nicht zum Zahnfleischblutervolke derer, die in den nicht klimatisierten Räumen der Praxis nicht nur vor Angst schwitzend darben müssen. Dabei habe ich den Premiumservice Klimatisierung gar nicht eingefordert. Ansprechen tu ich dort jedenfalls niemanden darauf. Nicht dass ich den Premiumpatientenstatus noch verliere.

Blue Velvet. Überflüssige Blicke

Am 7. Oktober 2019 veröffentlichte ich hier eine Inhaltsangabe des Films »Blue Velvet – Verbotene Blicke«. Ohne den Film zuvor gesehen zu haben, expliziert nur auf Grundlage des Filmtitels.

Am 6. August 2025 schritt ich zur Tat und überprüfte, ob die Realität meinem Text standhielt. Und was soll ich sagen: Ich hätte den Film gar nicht zu schauen brauchen.

Jedes Wort meiner Inhaltsangabe stimmt. Weder passiert mehr, noch weniger. Ab jetzt schau ich nix mehr, ich les’ mir nur noch die Titel durch!

Wolfgang M. Schmitt kann dann einpacken. Wo er behauptet, statt nur zu schauen, sehe er, da lese ich nur noch (Filmtitel).

Ein weiterer Powername

Hey, Freund*innen! Bestimmt erinnert ihr euch an meinen Artikel über Al Bano & Romina Power, oder? Der, in dem eine Österreicherin mit dem Supernamen Anna Power Werner erwähnt wird. Und der die verschenkten Möglichkeiten von Namen wie Max Power oder Werner Power Werner beklagt.

Jedenfalls musste ich kürzlich an den österreichischen Immobilierer René Benko denken. Ehelichte er jemanden aus der Familie Power, könnte er als René Power-Benko reüssieren. Keine Ahnung, warum Leute solche Gelegenheiten immer liegen lassen.


Offenlegung: Natürlich hatte ich meine Powerbank in der Hand, als ich an René Benko denken musste. So einfach bin ich gestrickt!

Kurz notiert (162)

Dampflock aber als Waffe zum Töten von Vampirhirschen

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Kulturjournalist der seinen Sohn Feuilletus nennt

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Du, ein DUDEN Ultra: Die Präposition »nach« geht nur mit Dativ.

Didier Eribon: Rückkehr nach Reims

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Rosa-Luxemburg-Stiftung vs. rosa Luxemburg-Stiftung

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FAKT: Durstlöscher heißt auf Bairisch Durschtlöser und es bedeutet praktisch dasselbe

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