So verwerfen Sie einen Skeet-Post auf Bluesky

Es sind die kleinen Details, die das genaue Hinschauen oft so erquicklich bzw. unerträglich machen. Mein all-time favourite ist die freundliche Bitte der Social-Media-App Friendly: »Helfe beim Übersetzen«. Da kommen Form und Inhalt füglich zur Deckung.

Neu im Repertoire: Möchte eins auf der Social-Media-Plattform Bluesky das Posten eines »Skeet« genannten Posts abbrechen, muss es zunächst auf »Abbrechen« drücken (vgl. Fig. 1). Im sich daraufhin öffnenden Fenster (vgl. Fig. 2) aber eben nicht abermals auf »Abbrechen« – das würde das Abbrechen abbrechen –, sondern auf »Verwerfen«.

Kurz notiert (164)

Rocks: Tár

(Offenlegung: Diese Kurzkritik mag zwar stimmen, aber ich habe den Film gar nicht gesehen.)

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FAKT: In BaWü, dem Land der Maschinenbauer, werden die Küchenmaschinen gebaut, mit denen in NRW, dem Land der Küchenbauer¹, die ganzen Küchen gebaut werden

¹ vgl. Armin Laschet

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»Sein Geburtsname und -datum sind nicht öffentlich bekannt. In Presseberichten wird gelegentlich als bürgerlicher Name Bernd Heinrich Graf angegeben, seit dieser Name von der Boulevardzeitung Bild ins Spiel gebracht worden war². Im Markenregister ist die Marke Unheilig u. a. auf Bernd Graf eingetragen.« (Wikipedia)

² Tempusfehler in der Wikipedia korrigieren? Nicht mit mir!

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³

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⁴ ⁵

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¹⁰ Henscheid, Eckhard: Die Mätresse des Bischofs, Roman, mit Zeichnungen von F. W. Bernstein, Frankfurt a. M.: Zweitausendeins ¹⁸1984 [1978], S. 571.


³ Fußnoten in Quatschbeiträgen, und dann auch noch inkonsistent – und als nächstes rundheraus falsch – gesetzt, das ist doch⁴.

⁵ albern.

⁶ Dafür die die Quätsche spationierenden Asterisken⁷ sogar ausnahmsweise zentriert. [Hätte mit Rattelschneck-Comic-Stimme gelesen werden sollen.]

⁷ Jetzt langt’s aber mal mit dem anstudierten unsympathischen Angeberquatsch!

⁸ »FINIS OPERIS – LAUS DEO«¹⁰

¹⁸ Das ist die Auflagenzahl⁷.

Weißt du, wie viel Atömlein steh’n

Im Universum soll es Schätzungen zufolge zwischen 1084 und 1089 Atome geben. Auch wenn das Zahlen mit 84 bis 89 Nullen sind: Mir kommt das immer so läppisch wenig vor.

Andererseits, gleichwohl es nicht viel besser vorstellbar wird: Zwischen

1 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000

und

100 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000

Teilchen, das ist doch so wenig nicht.

Aber wo die Atome doch so wutzlig-klein sind, und in einem Tropfen Wasser schon 1021 Atome sein sollen (1 000 000 000 000 000 000 000).

Ich sag’s, wie’s ist: Dass es die Anzahl aller Atome im Universum nicht mal auf einen dreistelligen Zehnerpotenzexponenten bringt, stimmt mich irgendwie missmutig. Und da stinken wir ggf. gegen etwaige Paralleluniversen doch ziemlich ab, oder nicht.

Kurz notiert (163)

Den Hanebüchner- Hahne-Büchner-Preis für besonders depperte Literatur ausloben❔❓

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FAKT: Em-eukal heißen auf Deutsch Geviertbonbons, ihre halb so breiten Geschwister En-eukal sind bekannt als Gedankenbonbons

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Bekannt für ihre überfallartige Musik: Die Bremer SWAT-Musikanten

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FAKT: Im spanischsprachigen Raum heißt sie ¡FRITZ!Box

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Hätt’s früher nicht gegeben: Das Wachrütteln eingeschlafener Bluetooth-Mäuse

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Die verwehrten Spaghetti

In irgendwelchen Schulferien übernachtete ich mal bei einem Freund. So mit 10 ungefähr. Sie hatten ihr Haus in unserer Siedlung. Nur 118 m entfernt, nachgemessen mit der Kartenapp OsmAnd~. Anders, als bei solchen Übernachtungen bei Freunden üblich, verbrachte ich auch den Vormittag dort. Bis zum Mittagessen.

Es gab Spaghetti Bolognese. Die Portion, die mir serviert wurde, war recht unüppig. Wo ich mir bei diesem Essen sonst den Bauch vollschlug, bis nichts mehr reinpasste.

Den Teller geleert, fragte ich, ob ich noch Nachschlag haben könne. »Naa, des geht ned, weil da Gertl aa no wos braucht, wenna von da Oabat hoam kimt!«

Und so ging ich heim, noch hungrig. Ob ich dann noch ›was Richtiges‹ aß, oder ob ich mir den Bauch mit Süßkram füllte, ich weiß es nicht.

Seither denke ich bei Spaghetti oft an die verwehrten Spaghetti. Und an meine Verdatterung, als ich keinen Nachschlag haben durfte.

Corrigendum: BRAVO, Scooter, Hyper, Hyper

Die BRAVO wird’s gewesen sein, der ich Mitte der 90er Jahre als Grundschulbub entnahm, der Titel des Scooter-Initialhits »Hyper, Hyper« sei mit »Höher, schneller, weiter« zu übersetzen. »Wie soll denn die Geminatio eines einzigen Lexems mit der asyndetotischen Reihung dreier verschiedener Lexeme übersetzt werden?«, fragte ich mich, noch während ich mir z. B. die Nackerten im Dr.-Sommer-Bereich ansah. »Nein, nein«, dachte ich, in die BRAVO-Foto-Lovestory einbiegend und den 30 Jahre später gelesenen Lexikoneintrag im Rücken, es muss schon »Aufgedreht, aufgedreht« heißen.

Du hast einen neuen Beitrag auf Salon du Fromage veröffentlicht

Alle heiligen Zeiten kommt’s mal vor, dass ich unter einem auf der Google-Plattform Blogger gehosteten Blog etwas drunterkommentiere. Freilich setze ich im Kommentarformular das Häkchen bei »Mich benachrichtigen«. Und dann bekomme ich, sobald der Kommentar vom Blogbetreiber freigeschaltet ist, eine E-Mail an meine Gmail-Adresse: »Andreas Maria Lugauer hat einen neuen Kommentar zu deinem Post […] [i. e. der des Blogbetreibers] hinterlassen:«.

Mithin benachrichtigt Google mich Kommentator so, als ob ich jener Blogbetreiber wäre. Selbst wenn der Blogbetreiber auf meinen Kommentar mit einem Kommentar antwortet, bekomme ich wiederum eine E-Mail: »[Der Blogbetreiber] hat einen neuen Kommentar zu deinem Post […] [notabene der des Blogbetreibers] hinterlassen:«.

Und dieser Quatsch geht schon seit Jahren so. Merkt da eigentlich überhaupt noch irgendwer irgendwas? Einen Teufel werde ich jedenfalls tun, irgendwem Bescheid zu sagen. Soll halt ihre KI die Sache in die Hand nehmen. Zur Not, nachdem sie diesen Beitrag gescrapet hat.

Höhere Steuern für Reiche – »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!

Weil’s so schön ist, gleich noch mal: »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!

Seit zwölf Tagen lache ich täglich über diesen Satz aus der Feder eines notabene linken Wirtschaftsmagazins über die Einknickpartei seit dem 19. Jahrhundert. Gelten lassen hätte ich ihn nur in Gernhardt/Waechter/Bernsteins (Lokal-) Journalismuspersiflage »Welt im Spiegel« (1964–1976) .

Ah, einmal geht noch: »Jetzt darf die SPD nicht einknicken«!