Ohrwurm-Erzfeind

Okay, ich schreibe es jetzt mal auf, vielleicht bringt’s was: Seit 20 Jahren kommt mir immer mal wieder das 20 Jahre alte Lied »We Will Rise« der Death-Metal-Band Arch Enemy in den Sinn. Diese Band mit der in diesem Genre ungewöhnlicherweisen Frontfrau gefiel mir damals recht gut, wenngleich mir der Power-Metal-Anteil der den Song enthaltenden Langspiel-CD etwas zu hoch war. Vor 20 Jahren hatte ich, das sei dazugesagt, meine ausgeprägteste, nämlich die juvenile Metal-Phase und mich immer gefreut, wenn das Musikvideo bei VIVA plus’ »Get the Clip Rock« gezeigt wurde.

(Laut diesem Blog war das im Zeitraum 03/2003–12/2005 zwar nur einmal der Fall, was ich allerdings bezweifle. Bewundern tu ich allerdings das Blogprinzip von lipglossjunkie01, nichts als Voting-Cliplisten von vivaplus.tv und mtv.de aus den Jahren 2002–2009 aufzuführen.)

Um zum Anfang zurückzukommen: Genauer gesagt kommen mir von Zeit zu Zeit bestimmte Verse dieses Songs in den Sinn: »In this sea of mediocrity / I can be anything / Anything I want to be« (hier, der Link führt zu der Stelle bei 1:44). Und wie eh und je verlautbart die Stimme der Sängerin Angela Gossow in meinem Kopf guttural: »I can peeee anything / Anything I want to peeeeeee«. Was ja auch zur Metapher »sea of mediocrity« recht gut passt. Nun ja, immerhin pisst wisst ihr’s jetzt!

Der Treffkompromiss

Mit einem Kommilitonen wollte ich mich mal um 11:45 Uhr in der Mensa treffen, er aber schon um 11:30 Uhr. Weil er ausgemachter Neurotiker war, fing ich zur Gaudi an, zu handeln. 11:42 Uhr konterte er freilich mit 11:33 Uhr und so weiter. So dass wir schließlich bei 11:37:30 Uhr landeten. Wann genau wir uns dann tatsächlich trafen, weiß ich nicht mehr, ob wir beim Treffen scherzhaft auf die Uhr gekuckt haben, auch nicht mehr. Jedenfalls hätten wir wohl beide lieber direkt in der – hands down – Klapsmühle einchecken sollen.

Rettungsaktion: TITANIC ist pleite!

Zum Jubiläum: Vor exakt 10 Jahren, in der Ausgabe 9/2013 erschien mein erster Text in Titanic. Zahl›reiche‹ weitere sollten Folgen. Mithilfe des Magazins konnten vor zwei Jahren Leute wie Theo Waigel (CSU, Augenbrauen) und Boris Palmer (Grüne, damals Bartschatten, jetzt Bart) für ca. drei Wochen damit prahlen, Hu-bert Ai-wan-ger habe bei Ihnen telefonisch um politische Hilfe gebeten. Ehe alles rauskam und sie damit prahlen konnten, es die ganze Zeit gewusst zu haben.

Und damit soll bald Schluss sein? Nicht, wenn du 5000 Titanic-Abos abschließt, oder immerhin eines! Hier entlang: https://www.titanic-magazin.de/rettung/.

Outtakes (1)

Aus diesem Bild ist leider kein Witz entstanden:

Schreiben wollte ich, als ich an diesem Schild vorbeigefahren war: »Warum heißt er nicht Zvi Dorime 😭😭😭«. Dann fiel mir nach recht kurzer Zeit auf, dass die ersten drei Töne der Tonleiter im z. B. Italienischen ja gar nicht Do, Ri, Me heißen, sondern Do, Re, Mi. Mist aber auch! Gelernt habe ich dann, dass das Verfahren, »die Tonstufen eines Gesanges auf bestimmte Silben zu singen«, Solmisation heißt (vgl. Wikipedia).

Und während ich das schreibe, erinnere ich mich, dass es »dorime« ja doch gibt: Als erstes Wort im KLASSIKER des frz. Musikprojekts Era, »Ameno« (1996). Mir zumindest hängt dieses »Dorime …« seit nunmehr 27 Jahren im Ohr. Womit ich nicht die*der einzige sein dürfte.

Also von vorne:

»Warum heißt der nicht Zvi Dorime 😭😭😭«

Dieser Witz gefällt mir fast besser, schließlich ist »Ameno«, wie ich lese, in bloßem Pseudolateinisch verfasst (»i.e. sounding like Latin but are in fact deliberately devoid of any exact meaning« (Wikipedia)). Das passt so gut zu einem saupopulären Gregorian Chant aus diesem Premiumjahrzehnt, hahaha.

Womit dieser Beitrag zwar umständlich, aber gar kein »Outtake« mehr ist. Doch die Überschrift steht jetzt schon da und ich bin zu faul, mir eine neue auszudenken (das ist das Schlimmste am Bloggen!), lieber führe ich eine neue Kategorie ein (s. rechte Spalte) und wenn sie ameno, oma nare imperavi ameno, ameno, ameno do re-, ameno dori me.