Trotz (oder wegen?) Big Tech erinnerter Lachanfall

Ja, es ist wahr: Seit einigen Monaten nehme ich, wann es geht, 5–20 Minuten vor dem Essen zwei Esslöffel Apfelessig in Wasser verdünnt zu mir und spüle dann mit klarem Wasser nach (damit meine Zähne nicht von der Säure zerstört werden). Aber das ist eine andere Geschichte. Was ich zum Einstieg für das eigentliche Erzählanliegen eigentlich erzählen wollte: Seit einem Vierteljahr hoste ich meine Daten selbst. Das bis dahin genutzte GoogleDrive ist passé; was dort lag, liegt jetzt zuhause in meiner eigenen Nextcloud auf meinen eigenen Festplatten im Heimnetzwerk. Ällerbätsch, Big Tech, kumpele von mir aus mit dem Faschismus, ich sag’ dir mehr und mehr Adieu. (Auch wenn’s einen Linux-N00b wie mir wahnsinnig viel Zeit und Nerven kostet – am meisten Spaß macht’s, wenn am Ende doch wieder alles funktioniert.)

Warum ich das alles verzapfe? Zunächst: Die allermeisten Funktionen, die Big-Tech-Convenience-Services bieten, ersetzt mir die Nextcloud. Z. B. die »An diesem Tag«-Funktion in der (ansonsten leider schlechten) Nextcloud-Foto-App Memories. Und da, und jetzt kommt’s, sehe ich gestern was sehr Schönes: Nämlich dass ich auf den Tag genau vor sieben Jahren, am 18. Februar 2019, im Frankfurter Café KoZ war und eine entzückende Lesung eines Facebookers und eines Titanic-Redakteurs gesehen habe. Das war insgesamt ein so zauberhafter Abend, denn anwesend waren auch noch ganz viele aus der guten alten Facebook-und-Titanic-Bubble.

Dieses Abends passierte etwas unvergesslich Lustiges. Die beiden haben einfach mehr oder weniger unvorbereitet Text(ch)e(n) vorgelesen. Nicht alle vorher eingelesen oder so. Der Facebooker hat gar einfach seine Wall runtergescrollt und spontan ausgewählt, der Titanicer hatte, glaube ich, eine Zettelwirtschaft dabei. Einem der beiden ist ein alter Text untergekommen, bei dem ihm während des Vorlesens einfiel, dass er die Pointe des Textes völlig vergessen hatte. Als sie ihm beim Lesen bewusst wurde, brach er nach einem hervorgeprusteten »Das hab ich ja völlig vergessen!« in einen dermaßenen Lachanfall aus, dass er den Text nur tränenlachend unter Anstrengungen zuende bringen konnte. Der ohnehin sehr lustige Text ist dadurch quadratlustig geworden. Das Allerbeste: Der liebe Herr hat die Audioaufnahme davon irgendwann später in seine Soundcloud hochgeladen, wo sie meines Wissens bis heute zu hören ist. Aber ich verrate nicht, wo. Ällerbätsch, Big Tech! (?)

(Mal schauen, ob ich sie selber noch finde.)

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